Hat nicht nur im Laufe des Pride Month einen vollen Terminkalender: Die Wiener Drag-Queen Candy Licious im Café Savoy. Veranstaltungen von und mit Drag-Queens sind beliebt wie nie.  
Drag-Community

Die Hochblüte der Drag-Queens

Von Burlesque bis Brunch und Krimi-Dinner: Nicht nur während des Pride Month sind Veranstaltungen mit und um Drag-Queens gefragt. Die stets größer werdende Drag-Community in Österreich ist im Mainstream angekommen.

Christoph Skoff zieht es vor, zurückgezogener zu leben. Ruhiger. Gloria Hole hingegen hat es nicht so mit der Ruhe. Sie steht gern im Mittelpunkt, fühlt sich wohl mit der Aufmerksamkeit, die ihr zuteil wird. „Es passiert sehr selten“, sagt Gloria, „dass Christoph ausgeht. Fragt mich nicht, warum.“ Als Gloria fühle sich Christoph Skoff komfortabler, wenn sie unter Menschen ist, wenn sie sich in die Welt da draußen stürze.

Es ist ein Leben zwischen Gloria und Christoph, das Skoff führt, zwischen opulenter Drag-Queen und zurückhaltendem Friseur. Schon vor zwanzig Jahren sei sie als Gloria nicht nur zu Events innerhalb der queeren Community gegangen, sondern auch in „normale Restaurants und Veranstaltungen“. Damals, erzählt Gloria, habe es ihr Spaß gemacht zu provozieren, anzuecken. Und heute? „Ich und meine Kunstfigur sind reifer geworden.“ Ohnehin wird der Auftritt einer Drag-Queen mittlerweile seltener als Provokation wahrgenommen – Drag als Kunstform hat längst ihren Weg in den Mainstream gefunden. Auch in Graz, wo Gloria wirkt. „Ich glaube“, sagt sie mit Blick auf ihre vielen Auftritte, „dass ich viel dazu beigetragen habe.“


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