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„Verbrannte Erde“ bei der „Wiener Zeitung“

„In Deutschland läuft die Diskussion genau umgekehrt, die hätten lieber eine öffentliche Finanzierung“, sagt Martin Fleischhacker.
„In Deutschland läuft die Diskussion genau umgekehrt, die hätten lieber eine öffentliche Finanzierung“, sagt Martin Fleischhacker.Jana Madzigon
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Ab 1. Juli erscheint die älteste Tageszeitung der Welt nur noch online. Wie Geschäftsführer Martin Fleischhacker nun weitermachen, Junge für Qualitätsjournalismus interessieren und gegen politische Einflussnahme vorgehen will.


Die Presse: Am 30. Juni erscheint die letzte Printausgabe der 1703 gegründeten „Wiener Zeitung“. Was dann?

Martin Fleischhacker: Es wird nahtlos ein Online-Angebot geben. Aber das wird erst der Anfang sein. Wir haben laut Gesetz bis Ende des Jahres Zeit, den Vollbetrieb herzustellen. Und viele Kollegen wechseln auch erst ab 1. Juli von der Printredaktion zum neuen Produkt.

Tut es Ihnen leid, dass die älteste Zeitung der Welt eingestampft wird?

Ja, klar. Ich bin selbst mehr als zwanzig Jahre im Unternehmen. Aber schon als ich eingestellt wurde, hat der Personalchef zu mir gesagt: Lang geht das eh nimmer. Es war jedem im Unternehmen bekannt, dass es irgendwann ein Thema mit der Finanzierung geben wird. Als 2018 der Geschäftsführer ausgeschrieben wurde, waren die wesentlichen Punkte: Restrukturierung, Transformation, Neuaufstellung des Unternehmens. Ich wusste also, was auf mich zukommt.

Was ist der öffentlich-rechtliche Auftrag der „Wiener Zeitung“?

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