Analyse

Die Strategie hinter der ukrainischen Gegenoffensive

Auch rund um die monatelang umkämpfte und schließlich gefallene Stadt Bachmut wagen ukrainische Einheiten Vorstöße auf gepanzerten Fahrzeugen.
Auch rund um die monatelang umkämpfte und schließlich gefallene Stadt Bachmut wagen ukrainische Einheiten Vorstöße auf gepanzerten Fahrzeugen.REUTERS/VIACHESLAV RATYNSKYI
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Die ukrainische Armee greift an vier Frontabschnitten gleichzeitig an, um die Möglichkeit eines Durchbruchs auszuloten. Bisher sind die Geländegewinne begrenzt.

Die Gegenoffensive der Ukrainer kommt ins Laufen. Sie vermeldeten erste Geländegewinne und die Eroberung erster Dörfer in der Region Donezk. Der Auftakt jedoch hatte eher einen ernüchternden Eindruck hinterlassen. Der Propagandakrieg läuft auf Hochtouren.

Normalerweise äußert sich Wladimir Putin nicht zu aktuellen Entwicklungen an der Front. Doch Ende vergangener Woche machte der russische Präsident eine Ausnahme und mischte Häme in seine Wortmeldung. Die Gegenoffensive der Ukraine sei im Gange, habe aber ihre Ziele bisher „nicht erreicht“, erklärte er. Auch viele Ukrainer befürchteten, der russische Autokrat könnte mit seiner Aussage recht haben. Denn Drohnenvideos, die das russische Verteidigungsministerium und Blogger auf Telegramkanälen gepostet hatten, zeigten brennende und liegen gebliebene Militärfahrzeuge aus dem Westen. Darunter befanden sich fünf deutsche Leopard-2-Panzer und mindestens acht britische Truppentransporter vom Typ Bradley, von denen man sich so viel versprochen hatte. Wie konnte dies nur geschehen und ausgerechnet auch noch bei einer derart wichtigen Operation, die den Krieg entscheiden könnte?

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