In Wien Neubau feiert man ein Parkfest ihm zu Ehren, es gibt ein Wandgemälde, Themen-Wanderungen durch die Stadt, Nist-Initiativen, usw. Der Mauersegler erlebt in Wien einen Hype. Was hat es damit auf sich?
„Sri, Sri, Sri!“, der Ruf, er ist an den frühsommerlichen Abenden wieder zu hören. Die Mauersegler sind da! Seit Mai geben sie ihr Gastspiel, wenige Wochen, in denen sie zum Brüten nach Wien kommen, ihre rasanten Manöver über den Dächern der Stadt fliegen, und dann, ab Mitte Juli, sind sie schon wieder dahin. Aber jetzt sind sie da. In der Luft – und im Stadtleben, denn Mauersegler erleben einen Hype.
Diese Woche, es ist die Woche des internationalen Mauersegler-Tags (auch den gibt es noch nicht so lange) fand etwa in Penzing eine Mauersegler-Tour mit Stadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) statt, am 16. und 17. Juni wird im Siebten Bezirk Mauersegler-Tag mit Grätzlfest im Karl Farkas Park gefeiert. Dort, wo in der Burggasse seit 2020 ein Wandgemälde eine Feuermauer ziert – inklusive Nistkästen. Überhaupt laufen quer durch die Stadt Initiativen für mehr Nistplätze für Mauersegler. Feste, Gemälde, Touren – was hat es mit dem Hype auf sich?
„Die Mauersegler sind nur kurz da, und in der Zeit sehr aktiv“, sagt Lisa Lugerbauer von der Vogelschutzorganisation Birdlife. Der Mauersegler ist auch international seit ein paar Jahren groß Thema. Sie sind bedroht, verlieren sukzessive Nistmöglichkeiten, der Klimawandel setzt ihnen zu – ihre Reise aus Afrika wird angesichts höherer Temperaturen sehr gefährlich. Sie sind damit eine Art Vorreiter für den Vogelschutz, sagt Lugerbauer.