Forschungsfrage

Wie schadet Alkohol dem ungeborenen Kind?

Trank ihre Mutter in der Schwangerschaft Alkohol, haben Neugeborene im Schnitt ein kleineres Gehirn.
Trank ihre Mutter in der Schwangerschaft Alkohol, haben Neugeborene im Schnitt ein kleineres Gehirn.Clemens Fabry
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Pränatale Magnetresonanz-Tomografie und Gehirnatlas machen sichtbar, welche Hirnregion im Fötus von der normalen Entwicklung abweicht.

„Ach, ein Schluckerl macht doch nichts!“ Den Spruch hört jede werdende Mutter, wenn sie ein Sektglas oder den kühlen Schluck Bier ablehnt. Die wissenschaftliche Antwort ist: Doch, sogar geringe Mengen Alkohol haben Auswirkungen auf das Gehirn des Ungeborenen. Dies bestätigen Forschende der Med-Uni Wien. Ein pränatales MRT (Magnetresonanz-Tomografie) gibt Einblicke in die Gehirnentwicklung in nie da gewesener Genauigkeit. „Die Untersuchung in der MRT-Röhre ist völlig unschädlich und wird normalerweise gemacht, wenn der Ultraschall beim Organscreening Unregelmäßigkeiten vermuten lässt“, sagt Gregor Kasprian, neuer Leiter der Abteilung für Neuroradiologie.

Die Föten waren bei der Untersuchung zwischen 21 und 37 Wochen alt

Sein Team bat für die aktuelle Studie 24 Frauen, die geringe Mengen Alkohol während der Schwangerschaft tranken, in die Röhre. 70 Prozent der Probandinnen konsumierten weniger als ein alkoholisches Getränk pro Woche. Die ungeborenen Kinder waren bei der Untersuchung zwischen 21 und 37 Wochen alt. „Aus französischen Studien am Tiermodell wussten wir, in welchen Hirnregionen es zu Veränderungen beim Fötus kommt, wenn die Mutter geringe Mengen Alkohol zu sich nimmt“, sagt Gregor Kasprian.

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