Altern in Hollywood

„Sex and the City“-Star Kristin Davis wegen Filler verhöhnt

Getty Images/Cindy Ord
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Kristin Davis hat über ihre Schönheitseingriffe gesprochen und darüber, wie sehr diese die Öffentlichkeit tangieren.

Gut 17 Jahr nach dem ursprünglichen Staffelfinale von „Sex and the City“ versammelten sich drei von vier Protagonistinnen wieder vor der Kamera, um durch Manhatten zu ziehen. Die vierte, Kim Cattrall alias Samantha Jones, könnte schon bald dazustoßen. Es dürfte nicht überraschen, dass alle vier Frauen heute etwas anders aussehen als noch 2004. Anders meint in dem Fall älter- oder vielleicht alterslos. Dass auch Schauspielerinnen und Hollywood-Stars altern - in welcher Form auch immer - dürfte so manche Menschen im Netz dann doch kalt erwischt haben. Es hagelte hämische Kommentare, insbesondere Kristin Davis, die Darstellerin von Charlotte York, musste viel Kritik einstecken. Sie habe zu viel machen lassen, hieß es.

„Es scheint, als würde die Leute uns gerne verletzen, egal ob wir natürlich altern (...) oder ob wir etwas dagegen tun“, sagte Carrie Bradshaw schon vor Beginn der Serienfortsetzung „And Just Like That...“ gegenüber der „Vogue“. Nun, vor Premiere der zweiten Staffel, hat sich auch Davis zu Wort gemeldet. In einem Interview mit dem „Telegraph“ sprach sie über den Druck, nicht altern zu dürfen und die Verletzungen, die bösartige Kommentare hinterlassen. Immer wieder habe sie geweint.

Mal gute, mal schlechte Filler

„Ich habe meine Falten unterspritzen lassen, mal war es gut, mal war es schlecht“, so die 58-Jährige. „Ich musste die Filler wieder entfernen lassen und wurde unbarmherzig verspottet. Und ich habe Tränen deshalb vergossen. Es war sehr anstrengend.“ Von Frauen in ihren Fünfzigern erwarte man, dass sie sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen. „Aber warum sollten wir das tun?“ Schon 2021 hat Davis einmal offen über Altersdiskriminierung gesprochen, prinzipiell sei dies nichts Neues für Frauen in Hollywood. Die Intensität sei nur zu Beginn der Serienfortsetzung ein Schock gewesen.

Auch Kim Cattrall erklärte gegenüber der „Sunday Times“ kürzlich, dass Botox und Filler nicht nur „eine Sache der Eitelkeit“ seien, sondern Teil einer Rolle, die sie spiele. „Ich bin jetzt in meinen 60ern und kämpfe mit allen Mitteln gegen das Altern an. Ich spiele eine bestimmte Art von Frau, die auf eine bestimmte Art und Weise aussieht.“ Dafür sei es aber nicht nötig, sich unter das Messer zu legen, es gebe viele Alternativen. Im März tat die 66-Jährige via Instagram kund, dass man sowieso so alt sei, wie man sich fühle. (red)

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