Musik

Styriarte: Sind Helden noch zeitgemäß?

Die Festspiele Styriarte finden vom 23. Juni bis 23. Juli in Spielstätten um Graz wie der Helmut List Halle, im Schloss Eggenberg oder im Sofiensaal statt.
Die Festspiele Styriarte finden vom 23. Juni bis 23. Juli in Spielstätten um Graz wie der Helmut List Halle, im Schloss Eggenberg oder im Sofiensaal statt.Luisa-Christin Kaßler
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Manch einer wird aufs Podest gehoben, nur um dann wieder herabgestoßen zu werden: Die Styriarte reflektiert heuer zeitgemäßes Heldentum und seine Vertreter und Vertreterinnen.

Es waren gebrochene Heldinnen, Antihelden, vielleicht auch alltägliche wie Pflegerinnen und Kindergärtner, die Styriarte-Indendant Mathis Huber ursprünglich bei der Themensetzung für das steirische Festival für klassische und Alte Musik in den Sinn kamen. Militärische Helden muteten zum Zeitpunkt der Konzeption noch als überholt an, überwunden. „Vor zwei Jahren dachten wir noch, Konflikte würden in Europa nicht mehr auf dem Feld ausgetragen. Wir wurden eines Besseren belehrt“, sagt Huber über die unverhoffte Aktualität der heurigen Ausgabe.

»„Heldentum ist ein momentanes Ereignis. Niemand kann dauernd Held sein, aber theoretisch jeder irgendwann.“«

Schauspieler Karl Marcovics

„Können wir mit dem Begriff des Helden und der Heldin überhaupt noch etwas anfangen?“ und „Wer sind die Heldinnen und Helden unserer Zeit?“ sind einige der Fragen, denen sich das vielseitige Festivalprogramm widmet. Dem zugrunde liegt die Oper „Constanza e Fortezza“, die in gekürzter Version im Schlosshof zu Eggenberg aufgeführt werden wird – als Schlusspunkt einer sechsjährigen Opernserie der Styriarte zu Ehren des steirischen Komponisten Johann Joseph Fux.

 Ihre persönliche Heldin, Dirigentin Marin Alsop, habe in einer männerdominierten Profession viele gläserne Decken gesprengt, erzählt Mei-Ann Chen.  „Ich finde es heldenhaft, jüngere Generationen sowie Musiker und Musikerinnen, die Minderheiten angehören, zu fördern, das ist auch mein Beitrag zur symphonischen Welt“, sagt die Dirigentin. Gemeinsam mit dem Styriarte Youth Orchestra wird sie Beethovens 3. Symphonie „Eroica“ am 14. Juli — dem Jahrestag der Französischen Revolution — aufführen. Übertragen wird die Aufführung auf ORF III.
 Ihre persönliche Heldin, Dirigentin Marin Alsop, habe in einer männerdominierten Profession viele gläserne Decken gesprengt, erzählt Mei-Ann Chen. „Ich finde es heldenhaft, jüngere Generationen sowie Musiker und Musikerinnen, die Minderheiten angehören, zu fördern, das ist auch mein Beitrag zur symphonischen Welt“, sagt die Dirigentin. Gemeinsam mit dem Styriarte Youth Orchestra wird sie Beethovens 3. Symphonie „Eroica“ am 14. Juli — dem Jahrestag der Französischen Revolution — aufführen. Übertragen wird die Aufführung auf ORF III.Nikola Milatovic

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