Grundwasser

Wie sich Trinkwasser-Versorger für den Notfall rüsten

Der Gründwasserrückgang bringt zutage, was wohl lang schon vergessen war: ier eine Taucherbrille am Grund eines früheren Sees in Wiener Neustadt, aufgenommen im April 2023.
Der Gründwasserrückgang bringt zutage, was wohl lang schon vergessen war: ier eine Taucherbrille am Grund eines früheren Sees in Wiener Neustadt, aufgenommen im April 2023. EXPA/ Max Slovencik
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Die Grundwasserspiegel sinken und das Problem könnte noch viel größer werden. Die Wasserversorger wollen sich rasch auf Notfälle vorbereiten.

Die Grundwasserspiegel sinken. Trotz des vergleichsweise vielen Regens des Frühjahres, an einigen Orten Österreichs sind die Grundwasserstände nach wie vor niedrig oder sehr niedrig: In Wiener Neustadt, Mattersburg, Teilen Kärntens, Osttirols oder Tirols, wie die aktuellen Grundwasserdaten des Landwirtschaftsministeriums zeigen.

Noch ist die Versorgung mit Trinkwasser aber kein Problem, noch ist diese so gut, dass selbst in Trockenzeiten nur selten und nur lokal das Befüllen von Pools, Bewässern von Grünflächen oder das Autowaschen verboten werden muss. Aber, wer die Drastik des Rückgangs mit freiem Auge sehen will, muss nur die ausgetrockneten Baggerteiche im südlichen Niederösterreich oder die Mondlandschaften des Seewinkel besuchen. Und, die Lage dürfte sich verschärfen.

Wie dramatisch ist die Lage? Wie haben sich die Grundwasserstände zuletzt entwickelt?

Im sehr trockenen Jahr 2022 waren vielerorts neue Grundwassertiefststände messbar, das geht aus einer Studie der Boku im Auftrag der ÖVGW, der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach, hervor. Das sei Resultat einer lang anhaltenden Entwicklung, mit Hitzewellen und extremer Trockenheit seit dem Rekordsommer 2015, so Autor Roman Neunteufel. 2015 bis 2022 kam es zu einer Niederschlagsabweichung von 30 Prozent im Vergleich zum Zeitraum 1991 bis 2020. An mehreren Messstellen wurde ein langfristiger Trend zum Rückgang des mittleren Grundwasserspiegels von 0,5 bis 2 Meter festgestellt.

Mit welchen Szenarien ist beim Grundwasser zu rechnen?


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