Garderobe

Den idealen Stauraum schaffen

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Gut geplante Unterbringung für Kleidung, Schuhe und andere Habseligkeiten kann auch kleine Wohnungen räumlich aufwerten und den Alltag ordnungstechnisch erleichtern. 

Geordnetes Innenleben

Zum idealen Innenleben eines Schranks gehören Stangen für Blusen, Hemden, Röcke, Kleider und Jacken sowie Anzüge. Ebenfalls entscheidend sind Fachböden für Pullover und Shirts. Ordnungshüter – etwa unterteilte Laden – bieten sich für Wäsche, Tücher und Accessoires an. Vorteilhaft für die Raumnutzung in der Höhe sind leichtgängige Kleiderlifte.

Die Inneneinrichtung jeden (Kleider-)Schranks gilt es also gut zu überlegen. „Daher ist es empfehlenswert, genügend Zeit einzuplanen und sich einen Experten – ob Innenarchitekt oder aus dem Fachhandel – zur Seite zu holen“, erklärt der Wiener Raumgestalter Walter Meier. „Und dies sowohl beim Einrichten eines neuen oder für die Neukonzeption eines bestehenden Kastens.“ Das bestätigt auch Petra Gruber von Reset Your Home. Seit zwei Jahren ist sie als Ordnungscoach tätig und unterstützt Menschen, denen in ihrem Zuhause der Überblick über ihre (zu vielen) Dinge teilweise verloren gegangen ist.

»Je öfter man zu einem bestimmten Modell greift, desto prominenter sollte die Stelle sein, an dem es verwahrt wird.«

Petra Gruber

Ordnungscoach bei Reset Your Home

Ideal sei es, in der Vorbereitung die Aufteilung der verschiedenen Kleidungsthemen auf Papier zu skizzieren und sich dabei zu überlegen, ob man seine Sachen eher auf Bügel hängen, stapeln oder in Laden aufbewahren will. Danach richtet sich dann das Verhältnis der drei Grundelemente: Stangen, Fächer und Laden. „Je öfter man zu einem bestimmten Modell greift, desto prominenter sollte die Stelle sein, an dem es verwahrt wird.“ Von Anziehsachen, die abgetragen oder sogar kaputt sind, sollte man sich trennen, falls man sie nicht zeitnah reparieren lassen möchte – und auch dafür kann ein eigenes Fach, in dem die „Problemfälle“ vorübergehende Zuflucht finden, dabei helfen, die Ordnung aufrechtzuerhalten.

Beruhigende Raumteilung

Eine begehbare Garderobe in einem gesonderten Raum – so es einen gibt – ist sicher eine attraktive Variante, braucht aber gute Planung. „Sie hilft, den Überblick zu bewahren und sorgt im kleiderfreien Schlafraum für mehr Freiraum“, weiß Marit Matthäus, vom Fachgeschäft Team 7 Natürlich Wohnen GmbH, das sich auf ökologische Massivholzfertigung spezialisiert hat. „Kleidung lässt sich mit guter Konzeption am besten in Schlafnähe integrieren“, erläutert Matthäus. Wichtig sei es, fix zugeordnete Zonen für jeden der nutzenden Bewohner und Türen für die Schränke zu haben.

»Der Größte der Familie erhält die obersten Fächer, Kleinere die unteren. «

Marit Matthäus

 Team 7 Natürlich Wohnen GmbH

Dabei kann auch die Körpergröße ein Maßstab sein. „Der Größte der Familie erhält die obersten Fächer, Kleinere die unteren.“ Tipp: Bei offenen Regalen können Paravents oder Vorhanglösungen für mehr optische Ruhe sorgen. Überhaupt lässt sich bei der Gestaltung ein klarer Trend zu natürlichen Materialien wie Holz, Naturfarben, Leinen oder auch Samt für Vorhänge und Oberflächengestaltung erkennen, angesagt sind dabei ruhige Farbgestaltungen, etwa dunkles Nussbaumholz, kontrastierend zu Weiß oder pastelligen Tönen.

Es werde Licht

Neben der Stauraumplanung und der Materialwahl hat sich gutes Licht bewährt, um seine Siebensachen schnell bei der Hand zu haben. Ähnliches gilt für die begehbare Garderobe oder den Eingangsbereich des Zuhauses. Er sollte freundlich und ausgeleuchtet sein. Um sich in Flur und Co. zu orientieren, ist etwa eine Beleuchtung von 100 bis 150 Lumen pro Quadratmeter empfohlen.

Zum Einsatz kommen gern Deckenaufbauleuchten mit Diffusor, mehrflammige Deckenspots oder (sich nicht aufheizende) LED-Panels mit großflächiger, homogener Lichtabstrahlung. „Darüber hinaus ist das Anbringen von bodentiefen Spiegeln nicht nur beim Ankleiden von Vorteil. Sie erweitern außerdem den Raum optisch und erhellen ihn indirekt“, verrät Lichtgestalterin Greta Haumer aus Graz mit 20-jähriger Erfahrung einen bewährten Trick, um auch kleine, dunkle Räume nachhaltig aufzuwerten. Ihrer Meinung nach sollte aber bei der Dekoration gespart werden: „Die kann an ungewollten Stellen Schatten werfen.“ Dagegen, bei mehr Platz einige besondere Hüte oder Schuhe in einer Vitrine „auszustellen“, spreche allerdings nichts.

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