Der Grundlagenforscher der Uni Innsbruck hat mit Modellen für Quantencomputer und ein Quanten-Internet zwei der aufregendsten Zukunftstechnologien vorangetrieben. Dafür erhielt er nun den Wittgenstein-Preis, die wichtigste Auszeichnung der Republik für Wissenschaftler.
Kann eine künstliche Intelligenz kreativ sein, wo sie doch nur ein Programm ausführt? Kann der Mensch einen freien Willen haben, wenn er mit seinem ganzen Körper physikalischen Gesetzen unterworfen ist? Auch mit solchen Themen, die uns existenziell bewegen, beschäftigt sich der deutsche Physiker Hans Briegel, der in seiner Jugend in München zusätzlich Philosophie studierte. Und sie sind eng verknüpft mit jener Grundlagenforschung, für die der 60-Jährige am Donnerstagabend den Wittgenstein-Preis erhalten hat – die wichtigste, mit 1,5 Millionen Euro am höchsten dotierte Auszeichnung für Wissenschaftler in Österreich.