Die Mini-Zinsen und die Kosten für die Regulatorien halten Erträge und Profitabilität niedrig, schreibt KPMG in einer Studie.
Zwei Drittel der Top-Manager von Banken in Österreich und CEE sehen für 2013 ein noch schwierigeres wirtschaftliches Umfeld als 2012. Das hat eine neue KPMG-Studie ergeben. Flache Zinskurven und Kosten für Regulatorien halten die Erträge und die Profitabilität auf niedrigem Niveau, heißt es. Die gängigen Geschäftsmodelle würden damit einer harten Prüfung unterzogen.
Die Betriebserträge der heimischen Banken sind seit 2008 rückläufig, erinnert das Beratungsunternehmen. Auch für 2013 erwarten der Studie zufolge nur 25 Prozent der Befragten steigende Erträge, 29 Prozent gleichbleibende und 46 Prozent sinkende. Viele der befragten Banken hätten auf diese Ertragsentwicklungen mit Cost-Cutting-Projekten reagiert, nur wenige mit einer Expansionsstrategie und Ertragssteigerungen.
Zinsniveau wird weiter niedrig erwartet
Nur ein Viertel der Befragten schätzt die Liquiditätssituation besser ein als im Vorjahr. Der Großteil sieht keine Veränderung bzw. eine noch schwierigere Versorgung mit Liquidität. Das aktuell tiefe Zinsniveau werde sich in den nächsten Jahren kaum verändern, mit Kundeneinlagen würden - bereinigt um Liquiditätsprämien - negative Margen erreicht. Die Aktivmargen seien dabei allerdings nur geringfügig gestiegen. Die schwierige Liquiditätsversorgung bei gleichzeitig höheren Eigenkapitalanforderungen erschwere die Kreditvergabe, so KPMG.
An der Studie haben Top-Manager von 110 Bankinstituten in Österreich, Tschechien, Ungarn, Polen, Rumänien und der Slowakei teilgenommen.
(APA)