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Geschichte

Innovationsführerin im Bau – von Anfang an 

Skysawa: erstes Bleistiftgebäude in Warschau
Skysawa: erstes Bleistiftgebäude in WarschauPORR
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Geschichte. Die PORR setzt seit mehr als 150 Jahren neue Maßstäbe. Die Entstehung der PORR ist untrennbar mit dem Bauboom der Gründerzeit und dem Bau der Wiener Ringstraße verbunden. Heute verbindet man die PORR mit ganz anderen Innovationen. Zu Recht.

Die PORR verdankt ihre Geburt dem Bauboom rund um die Wiener Stadterweiterung. Im Jahr 1869 gegründet, errichtete die „Allgemeine österreichische Baugesellschaft“ bis zur Jahrhundertwende nicht weniger als 108 Gebäude in Wien. Dazu gehören zahlreiche Ringstraßengebäude und Hotels sowie sieben Ausstellungspavillons anlässlich der Weltausstellung von 1873. Das von 1873 bis 1874 erbaute Haus in der Philharmoniker Straße im 1. Wiener Gemeindebezirk gehört ebenfalls dazu. Es wurde von Eduard Sacher erworben und zwei Jahre später als Luxushotel Sacher eröffnet.

Innovationskraft wohnt der PORR seit Anfang inne: Benannt wurde sie etwa nach Betonbaupionier und Zivilingenieur Arthur Porr, der im Jahr 1908 an Bord geholt wurde. Er revolutionierte den Stahlbetonbau und machte Österreich zum führenden Land in Sachen Bautechnik. Auf das Konto der PORR gehen zahllose Innovationen und Erfindungen wie etwa das gemeinsam mit den ÖBB eingeführte und seitdem weltweit eingesetzte Feste-Fahrbahn-System Slab Track.

Das Hotel Sacher in Wien
Das Hotel Sacher in WienBeigestellt

Klimawandel und Urbanisierung

Auch heute noch ist die PORR Innovationsführerin. Mit ihrer 2022 lancierten Strategie „Green and Lean“ antwortet sie auf die zentralen Herausforderungen der Zukunft: Dazu gehören etwa die Urbanisierung, die Mobilität, der Klimawandel und demografische Veränderungen. Ohne die Bauindustrie sind diese nicht zu bewältigen. Die PORR antwortet auf diese Herausforderungen mit klimaeffizienten Bauprojekten, smarten Technologien und Partnership-Modelle für eine ganzheitliche Zusammenarbeit genauso wie ­Lean-Construction-Ansätze. Ging es früher darum, den Bedarf an Wohnraum so schnell wie möglich zu decken, geht es jetzt darum, Antworten auf die wichtigsten Veränderungstreiber der Zeit zu finden.

In die Höhe und Tiefe wachsen

Mitte des 20. Jahrhunderts lebten 30 Prozent der Menschen in den urbanen Zentren der Welt. Heute sind es über 50 Prozent – Tendenz steigend. Bis 2050 werden voraussichtlich 80 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben. Das bedeutet, dass der Bedarf an Infrastruktur und Wohnraum stetig steigen. Entsprechend sind die Herausforderung an modernes Bauen groß. Gebäude müssen in die Höhe und in die Tiefe wachsen. Sie werden zunehmend um Utilities-Bereiche unterirdisch ausgeweitet und oberhalb intelligent verdichtet.

Mit dem Skysawa, dem ersten „Bleistiftgebäude“ Warschaus hat die PORR ein eindrucksvolles Beispiel für diese Bauphilosophie geliefert. Der Tower hat nur eine Fläche von 400 m2 in den oberen Stockwerken. Der 155 m hohe Wolkenkratzer bietet 40 Stockwerke und wurde in einer Rekordzeit von nur 36 Monaten errichtet. Und dabei spielte Nachhaltigkeit eine wesentliche Rolle. Sonnenkollektoren, Wärme- und Regenwasserrückgewinnungssysteme – Skysawa liefert hocheffiziente Lösungen, die den Energie- und Wasserverbrauch reduzieren.

Erneuerbare Rohstoffe

Stahlbeton durch andere Werkstoffe zu ersetzen, ist eine Möglichkeit den CO2-Ausstoß eines Gebäudes zu reduzieren. Auf der Baustelle des Floridoliner In Wien setzt die PORR in großem Stil Holz als Baustoff ein. Das sechsstöckige Bürogebäude wird direkt auf dem Tragwerk der bestehenden U-Bahn-Station Floridsdorf errichtet. Das macht es besonders wichtig, das Eigengewicht des Bauwerks zu reduzieren. Zwar dominiert daher im Bereich des Fundaments, der Bodenplatte und im Erdgeschoß noch der Stahlbeton, aber ab dem Obergeschoß finden sich viele Holzbauelemente im Rohbau. So werden dort rund 8000 m2 Holzdecke und 2400 m2 Holzbrüstung aus Brettsperrholz eingesetzt, die mit den darunterliegenden Stahlbetonelementen verbunden werden mussten. Ein gewaltiges Unterfangen, für das eine rekordträchtige Anzahl von 100.000 Stück Tellerkopfschrauben notwendig war – alleine diese brachten ein Eigengewicht von etwa sechs Tonnen mit. Die Mühe lohnte sich: Durch den Holzanteil in der Decke und den Brüstungen konnte das Gewicht dieser Bauteile um die Hälfte reduziert werden. Zudem konnte der CO2-Ausstoß im Vergleich zu einem konventionellen Stahlbetongebäude um 1600 t reduziert werden.

Rohstoff Holz im Einsatz
Rohstoff Holz im EinsatzPORR

Baustoffinnovationen

Auch in Sachen innovative Baustoffe ist die PORR tätig. Acht Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen kommen aus der Zementherstellung. Die PORR setzt daher einiges daran, zementfreie Baustoffe zu entwickeln. So zum Beispiel im Fildertunnel im Rahmen von Stuttgart 21. Für die Deutsche Bahn hat die PORR dort einen selbst entwickelten, nachhaltigen Baustoff eingesetzt: Der sogenannte Ringspaltmörtel wird statt mit Zement mit dem Recyclingprodukt Hüttensand gebunden. Das Pilotprojekt war ein voller Erfolg und der praktisch zementfreie Baustoff wurde bereits patentiert. Die PORR ist nun auf der Suche nach Kooperationspartnern. Die PORR ist an zahlreichen Forschungsprojekten beteiligt, unter anderem zum Recycling von Styropor, Gips und Asphalt.

Mehr als 150 Jahre nach der Gründung der PORR ist der Bedarf nach Innovationen größer denn je. Die Herausforderungen werden nicht weniger, sondern mehr: Es geht nicht mehr nur darum, genügend Raum für alle zu schaffen, sondern auch, den gewaltigen Herausforderungen, die durch die Bevölkerungsentwicklung, den Klimawandel und den technischen Fortschritt entstehen, eine Antwort entgegenzusetzen. Mit ihrer Expertise in der Infrastruktur und ihrer strategischen Ausrichtung im Bereich Green and Lean ist die PORR dafür bestens gerüstet.

ÜBER DIE PORR

Innovationskraft für Spitzenleistungen – dafür steht die PORR seit inzwischen über 150 Jahren. Sie ist mit ca. 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einer Produktionsleistung von rund EUR 6,2 Mrd. (Geschäftsjahr 2022) eines der größten österreichischen Bauunternehmen und gehört zu den Topplayern in Europa. Als Full-Service-Provider bietet die PORR alle Leistungen im Hoch-, Tief- und Infrastrukturbau entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Der Fokus liegt auf den Heimmärkten Österreich, Deutschland, Schweiz, Polen, Tschechien, Slowakei und Rumänien. In ausgewählten internationalen Projektmärkten wie in Norwegen, den VAE und Katar ist die PORR ebenfalls tätig. Die PORR-Aktie ist im Prime-Market-Segment der Wiener Börse gelistet.

Zum Interview mit Karl-Heinz Strauss, CEO der PORR.


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