Wiener Spitäler

Streik in Notaufnahme: Im Schadensfall haftet die Klinik

Zuletzt wurde in Wiener Gemeindespitälern 2016 gestreikt. Auch damals forderten die Ärzte höhere Gehälter
Zuletzt wurde in Wiener Gemeindespitälern 2016 gestreikt. Auch damals forderten die Ärzte höhere GehälterMichael Gruber/picturedesk
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Der Wiener Gesundheitsverbund als Betreiber der Klinik Ottakring will eine Sperre der Rettungszufahrten nicht genehmigen. Chaos ist programmiert. 

Kommenden Freitag, 30. Juni, werden die Ärztinnen und Ärzte der Zentralen Notaufnahme (ZNA) der Klinik Ottakring einen Warnstreik abhalten. Zwischen 10 und 11 Uhr behandeln sie keine Patienten und haben daher für diesen Zeitraum eine Sperre für Rettungszufahrten beantragt. Die ZNA Ottakring ist eine der am häufigsten angefahrenen Notaufnahmen in Wien.

Der Wiener Gesundheitsverbund (WiGeV) als Betreiber der Klinik akzeptiert den Streik nicht, weil er von der Personalvertretung sowie der Gewerkschaft nicht unterstützt wird, und will eine Sperre nicht genehmigen. Eine solche würde das Personal in den anderen Kliniken zusätzlich stark belasten, denn die Zufahrten in die Spitäler der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) und die Ordensspitäler würden seit Jahren sinken und zur Gänze von den Kliniken des WiGeV kompensiert werden, heißt es auf Nachfrage. Die Patientenversorgung bleibe also auch in der Klinik Ottakring „vollumfänglich aufrecht“.


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