Akademikermonitor

Junge Österreicher bleiben bei Investitionen traditionell

Viele Junge informieren sich über digitale Medien oder: bei den Eltern.
Viele Junge informieren sich über digitale Medien oder: bei den Eltern.Clemens Fabry
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Während die Familie als wichtigste Informationsquelle bestehen bleibt, gilt das Girokonto – auch in Zeiten hoher Inflation – als attraktivste Anlageform für Jungakademiker.

Jungakademiker fragen bei ihren Eltern nach, um finanzielle Entscheidungen zu treffen. So lösen diese - im Vergleich zu 2020 - eine professionelle Finanzberatung ab. Die Expertensicht reiht sich erst nach Online-Finanzportalen, Recherche auf Blogs und „YouTube“ (47 Prozent) und der Beratung durch Freunde (41 Prozent) ein. Insgesamt vertrauen junge Hochschulabsolventen auch klassischen Medien und Events, wie Finanzmessen, weniger als noch vor zwei Jahren. Zu diesen Ergebnissen kommt der seit fünf Jahren durchgeführte fip-s.at Jungakademikermonitor unter 500 Personen zwischen 22 und 34 Jahren, die bereits ein Studium abgeschlossen haben oder in den nächsten zwölf Monaten abschließen werden.

Wunsch nach frühem Ruhestand und Elektronik steigt

Die junge Bildungsschicht zeigt sich hinsichtlich ihrer finanziellen Wünsche traditionell. Die finanzielle Absicherung im Alter (75 Prozent), der Erwerb einer Immobilie für die eigenen Wohnzwecke (65 Prozent) und die finanzielle Vorsorge für die Familienplanung (64 Prozent) rangieren auf den drei Top-Plätzen. Im Vergleich mit den Pandemiejahren zeigt sich jedoch in fast allen Kategorien eine rückläufige Relevanz – dazu gehören die Finanzierung der Freizeitgestaltung (60 Prozent vs. 69 Prozent 2020), von Weiterbildungen (49 Prozent vs. 55 Prozent), Reisen (59 Prozent vs. 66 Prozent) und eines eigenen PKWs (44 Prozent vs. 48 Prozent). Die finanziellen Zielsetzungen werden in wirtschaftlich turbulenten Zeiten eingeschränkt. Stärker ausgeprägt sei der Wunsch nach einem frühen Ruhestand und neuester Elektronik.

Auch bei den Anlageformen wählt die Zielgruppe bewährte Optionen. Mehr als die Hälfte wählt, als wichtigste Anlageform, das Girokonto. Viele kaufen Immobilien zur Eigennutzung, gefolgt von Spar- bzw. Bausparkonto (44 Prozent) sowie Aktien, Anleihen und Fonds (39 Prozent). Das Vertrauen in Krypto-Währungen ist im Vergleich zum Vorjahr - von 18 auf 11 Prozent - stark zurückgegangen.

Jungakademiker weisen konservativen Anlageoptionen den höchsten Grad an Sicherheit zu. So gelten Immobilien zur Eigennutzung (73 Prozent), Gold und Edelmetalle (67 Prozent) sowie das klassische Bankkonto (65 Prozent) als sichere Anlageformen. Immobilieninvestments, ETFs oder Aktien haben in der individuellen Einschätzung ihrer Sicherheit an Vertrauen verloren. (ere)

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