Auftakt-Aus

Thiem zieht aus Wimbledon-Niederlage viel Motivation

Thiem in Wimbledon.
Thiem in Wimbledon. Reuters
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Bei der Fünfsatzniederlage gegen Tsitsipas ließ Thiem wieder seine einstige Klasse aufblitzen. „Da war sehr viel von dem, was ich vermisst habe.“ Nächste Woche schlägt er in Salzburg auf.

Seit zweieinhalb Jahren wartet Dominic Thiem auf einen Erfolg bei einem Grand-Slam-Turnier. Am Mittwoch bezog der ehemalige US-Open-Sieger die siebente Niederlage bei einem Tennis-Major hintereinander, dennoch reiste der Niederösterreicher mit einem sehr positiven Gefühl aus Wimbledon ab. Bei der Fünfsatzniederlage gegen den als Nummer fünf gesetzten Griechen Stefanos Tsitsipas ließ er wieder seine einstige Klasse aufblitzen.

Thiem musste sich auf Rasen, nicht sein Lieblingsbelag, erst im knappen Tie-Break des Entscheidungssatzes geschlagen geben. „Es ist hart, aber Tie-Break im Fünften ist wie Elfmeterschießen“, erklärte der 29-Jährige und strich seine positiven Erkenntnisse hervor. „Es war ein tolles Match, aus dem ich erhobenen Hauptes gehe. Es hat mir gezeigt, dass ich noch da bin. Die Qualität war sehr, sehr hoch, der Kampfgeist war richtig, richtig gut“, betonte er.

„Dieses Spiel hat mir gezeigt, dass ich es noch immer mit den großen Burschen aufnehmen kann“, erklärte Thiem. Ein Gefühl, das ihm zuletzt abhanden gekommen schien. Selbst bei zwei Challenger-Turnieren hatte er im Juni nur einen Sieg geholt. „Die vergangenen Wochen seit Paris (Erstrunden-Aus bei den French Open) waren hart, Tennis-mäßig alles andere als gut“, gestand er.

„Die Vorhand ist da“

Der gelungene Auftritt beim Rasenklassiker gab ihm nun wieder viel Selbstvertrauen zurück. „Da war sehr, sehr viel von dem, was ich vermisst habe. Ich habe das gebraucht, weil die Qualität heute wirklich da war. Alles, nicht nur das Tennis, sondern auch wie ich mich auf dem Platz gefühlt habe war, wie es sein sollte“, sagte er. „Ein weiteres Detail des heutigen Spiels ist auch, dass die Vorhand auch da ist“, merkte er am späten Mittwochabend an.

Das gilt es nun, zu konservieren, dann sollte auch seine Negativserie bei Grand Slams demnächst Geschichte sein. „Die Chance, dass ich die Serie beende, habe ich sicher bei den French Open gehabt oder im letzten Jahr. Aber wenn ich so weiterspiele, dann wir die Serie sicher bald beendet sein“, gab sich Thiem überzeugt.

Die Leistung in Wimbledon jedenfalls „motiviert mich für die kommenden Wochen. Ich versuche, hart zu trainieren, um das für das restliche Jahr beizubehalten“. Zu sehen sein soll das nächste Woche vor Heimpublikum, wenn Thiem beim Challenger ab Montag in Salzburg spielt. Dort ist auch Sebastian Ofner, Österreichs aktuell bester Akteur im Ranking, im Einsatz.

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