Sich zu amüsieren, zu schmunzeln oder Tränen zu lachen: Lustiges und Kurioses ermöglicht, selbst ernste Dinge mit Leichtigkeit anzugehen. Wie sich Lachen auf Körper und Psyche auswirkt.
Wenn abends bei der Peter-Alexander-Show gelacht wurde, machte sich die aufgelockerte Stimmung im ganzen Wohnzimmer breit. Als Kind spürte Norbert Peter, dass er in diesen Situationen keinen Ärger zu befürchten hatte. Es seien Momente der Sorglosigkeit gewesen, beschreibt der Kabarettist heute. Selbst, als er noch zu jung war, um die Scherze zu verstehen: „Das Lachen meiner Eltern hat mich angesteckt. So haben wir damals Freude erlebt und gemeinsam Spaß gehabt.“
Neben dem Gefühl, behütet zu sein, veranlassen die hochgezogenen Mundwinkel auch, Kontrolle abzugeben. „Loszulachen bedeutet, sich von Zwängen zu lösen, Stress zu reduzieren und sich zufriedener zu fühlen“, beschreibt es Marco Seltenreich. Die beiden Co-Autoren haben sich im Buch „Lachen. Fakten zu Humor, Fröhlichkeit und Lebensfreude“ damit auseinandergesetzt, welches Potenzial im Lachen steckt. Was sich vom alltäglichen Grinsen oder Kichern abhebt, ist die heilende Komponente, die dem Lachen zugeschrieben wird: Selbst bei Krebs-, Autoimmun- oder Diabeteserkrankungen wurde mittels verschriebener Lachmedizin, wie humorvolle Inhalte zu rezipieren, der Genesungsfortschritt analysiert. Zahlreichen Studien zufolge verbessert Heiterkeit die Lebensqualität, sie wirkt entzündungshemmend, erweitert die Blutgefäße und erhöht die Bildung von Endorphinen.