Oper

Am Kamp beweist „Aida“ Haltung

Philipp Harnoncourt in Gars am Kamp.
Philipp Harnoncourt in Gars am Kamp.A. Anker
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Regisseur Philipp Harnoncourt will Verdis ägyptische Oper in Gars auch ironisieren. Premiere dieser letzten Produktion der Ära Johannes Wildners ist am 15. Juli.

Etwas, das in der Geschichte weit zurückliegt, auszugraben und für einen Moment ins Heute zu bringen: Dieser Gedanke sei es, der für ihn „Aida“ mit der Burgruine von Gars verbindet, sagt Regisseur Philipp Harnoncourt. Dort inszeniert er heuer Verdis Oper. „Etwas, das einmal prächtig war und dann unterging – das aber gleichzeitig in gewisser Weise auch zum Untergang verurteilt war: So sehe ich die Kultur, die Verdi in ‚Aida‘ beschreibt. Denn einerseits zeigt er ein prächtiges Land, das andererseits seine Leute lebendig begräbt. Das, was wir museal verehren, ist auch ein menschenfeindliches System gewesen. Das hat mich gereizt“, sagt der Sohn von Nikolaus Harnoncourt.

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