Entwarnung im ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja gegen weder die Atomenergiebehörde, noch die ukrainische Atomaufsicht oder Greenpeace. Physikalisch ist das Risiko allerdings etwas geringer.
Knapp drei Wochen ist es her, dass die ukrainische Atomaufsicht gemeldet hatte, dass an den Gebäuden des Atomkraftwerks Saporischschja Minen angebracht und auf dem Dach sollen Maschinengewehrstände in Stellung gebracht worden sein. In den Berichten der Atomaufsichtsbehörde (IAEA), werden die Behauptungen erwähnt, aber nicht bestätigt. Allerdings: Dem IAEA-Personal ist nicht ungehinderter Zutritt zum Atomkraftwerk gewährt worden, und auf die Dächer der Reaktoren, auf denen sich die Waffen befinden sollen, gar nicht.
Saporischschja ist mit sechs Reaktorblöcken das größte AKW Europas. Die Reaktoren sind abgeschaltet, vermutlich seit September (ein genaues Datum des Abschaltens ist nicht bekannt), Reaktor fünf befindet sich in einem so genannten „hot shutdown“ – das bedeutet höhere Temperaturen und die Möglichkeit, schneller hochzufahren und den Betrieb wieder aufzunehmen. Geplant sei, so heißt es, den Reaktor vier ebenfalls von „cold“ auf „hot“ hochzufahren.