Rechnungshof

Hofburg-Wahl: Dominik Wlazny erhielt Spenden vor allem von eigener Partei

Dominik Wlazny alia Marco Pogo erhielt bei der Hofburg-Wahl 8,3 Prozent der Stimmen.
Dominik Wlazny alia Marco Pogo erhielt bei der Hofburg-Wahl 8,3 Prozent der Stimmen.APA / Hans Punz
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Insgesamt erhielt der Chef der Bierpartei im Bundespräsidentschafts-Wahlkampf 241.844,77 Euro an Zuwendungen.

Der Rechnungshof (RH) hat am Freitag die Spendeneinnahmen von Dominik Wlazny („Marco Pogo“) im Bundespräsidentschafts-Wahlkampf 2022 veröffentlicht. Demnach erhielt der Chef der Bierpartei insgesamt 241.844,77 Euro an Zuwendungen, den Löwenanteil von seiner eigenen Bewegung. Wlazny erreichte bei der Wahl am 10. Oktober 8,3 Prozent der Stimmen.

„Zuwendungen politischer Parteien“, also von seiner Bierpartei, erhielt Wlazny im Wahlkampf in der Höhe von 229.544,77 Euro. Weitere 11.700 Euro kamen von einem Wiener Bezirksrat seiner Bewegung in Rudolfsheim-Fünfhaus. Firmen, Vereine oder weitere Privatpersonen haben nicht für den Musiker, Kabarettisten und Mediziner gespendet.

Die Transparenzregeln für Präsidentschaftskandidaten sind deutlich weniger streng als für politische Parteien. Parteien müssen jedes Jahr eine Einnahmen-Ausgaben-Bilanz vorlegen. Präsidentschaftskandidaten sind dagegen nur verpflichtet, die im Wahlkampf erhaltenen Einnahmen offenzulegen. Darunter fallen Spenden, Sponsorings, Inserate und insbesondere auch die Unterstützung durch politische Parteien. Großspender (über 3.500 Euro) sowie große Sponsorings ab 12.000 Euro sind namentlich zu veröffentlichen. Wofür sie das Geld verwendet haben, müssen die Kandidaten nicht bekanntgeben.

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