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Infantinos undurchsichtiges Spiel bei der Fußball-WM

Fifa-Präsident Gianni Infantino machte in Auckland große Versprechungen - oder auch wieder einmal nicht.
Fifa-Präsident Gianni Infantino machte in Auckland große Versprechungen - oder auch wieder einmal nicht.APA / AFP / Saeed Khan
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30.000 Dollar soll jede WM-Spielerin erhalten, bloß ob jeder Cent auch bei ihnen ankommt, kann Fifa-Präsident Gianni Infantino „nicht garantieren“.

Auckland. Diese Fußball-WM der Frauen steht unter keinem guten Stern. Zuerst elends langer Streit um TV-Sender, Kosten und Sendezeiten. Dann machten alle Zugeständnisse, ist jedes Spiel sogar ohne Beteiligung des ÖFB-Teams auf ORF1 live zu sehen – ja: stellte Fifa-Präsident Gianni Infantino den Spielerinnen sogar Prämien in Aussicht. So, wie es bei einer Männer-WM selbstverständlich ist. Und was geschah vor dem heutigen Anpfiff der WM in Australien und Neuseeland? Der Fußball-Weltverband kann laut Infantino nicht garantieren, dass „die Rekordprämien in jedem Fall bei den Spielerinnen ankommen“.

Wer aber kassiert respektive streift die 110 Millionen Dollar ein, die 30.000 Dollar, die jeder Spielerin zugesagt worden sind?Infantino, 53, wirkte in Auckland verschlossen. Nur soviel: Alle Zahlungen würden über die 32 Verbände abgewickelt, die bei der WM mitwirken. Die direkte Weiterleitung sei eine klare „Empfehlung“, es gebe jedoch keinen Automatismus. Also bleibt das Geld bei dubiosen Funktionären hängen?

Große Differenz zu Männern

Für die 23 Weltmeisterinnen gibt es jeweils 270.000 Dollar. Allein beim DFB waren für die Männer-WM in Katar pro Kopf 400.000 Euro ausgelobt worden. Die Fifa schüttete da insgesamt 440 Millionen Dollar aus. Infantino schätzt, dass 2027 die Prämien ausgeglichen sein könnten; oder aber auch nicht.

Heute startet jedenfalls die neunte Fußball-WM der Frauen. In Auckland ist Neuseeland gegen Norwegen (9 Uhr) in der Underdog-Rolle, in Sydney wittert Australien gegen Irland (12 Uhr/beide live ORF 1) gute Chancen.

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