Generative KI

Apple entwickelt eigene Konkurrenz zu ChatGPT

Tim Cook steht Künstlicher Intelligenz grundsätzlich offen gegenüber - er will sie aber mit Bedacht in Apple-Produkten einsetzen.
Tim Cook steht Künstlicher Intelligenz grundsätzlich offen gegenüber - er will sie aber mit Bedacht in Apple-Produkten einsetzen. Getty Images / Kevin Dietsch
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Noch keine Entscheidungen dazu, wie die Technologie für Verbraucher
verfügbar gemacht werden könnte

Microsoft hat ChatGPT, Google hat Bing, Elon Musk lässt an xAI arbeiten und jetzt mischt auch noch der iPhone-Konzern Apple mit. US-Medienberichten zufolge soll das von Tim Cook geleitete Unternehmen bereits an einem Konkurrenz-System arbeiten. Es soll schon so weit Form angenommen haben, dass es intern sogar bereits getestet wird. Die Software werde intern von einigen Mitarbeitern getestet, schrieb der Finanzdienst Bloomberg am Mittwoch. Es gebe noch keine Entscheidungen dazu, wie die Technologie für Verbraucher verfügbar gemacht werden könnte, hieß es dazu weiter. Unter Zugzwang steht Apple dennoch.

ChatGPT sorgt seit Ende vergangenen Jahres für Aufsehen, weil der Chatbot auf dem sprachlichen Niveau eines Menschen kommunizieren kann. Die Software des Start-ups OpenAI wurde dafür mit einer gewaltigen Menge an Daten trainiert. Sie formuliert einen Satz, indem sie Wort für Wort abschätzt, wie er weitergehen könnte. Ein Nachteil des Prinzips ist, dass das Programm kein Verständnis für die Inhalte hat: Deshalb kann es auch mit Überzeugung Informationen ausgeben, die völlig falsch sind.

Tim Cook: KI habe großes Potenzial, man müsse aber mit Bedacht vorgehen

Konzernchef Tim Cook betonte zuletzt im Mai, dass Apple in Software mit künstlicher Intelligenz großes Potenzial sehe, sie aber mit Bedacht einsetzen wolle. Der iPhone-Konzern setzt Funktionen mit maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz zum Beispiel bei der Verbesserung von Fotos, der Autokorrektur beim Schreiben oder der Erkennung von Autounfällen und Stürzen ein. Apple war vor mehr als einem Jahrzehnt auch ein Vorreiter bei Sprachassistenten mit der Software Siri. Sie ist jedoch weniger sprachgewandt als etwa ChatGPT.

Bloomberg zufolge kann der Apple-Chatbot - ähnlich wie ChatGPT - unter anderem Texte zusammenfassen und Fragen auf Basis verfügbarer Informationen beantworten. Einige Entwickler hätten der Software den Spitzenamen „Apple GPT“ gegeben.

Auch andere Tech-Schwergewichte wie Google und der Facebook-Konzern Meta entwickelten eigene Technologien für KI-Chatbots. Microsoft ging einen milliardenschweren Pakt mit der ChatGPT-Entwicklerfirma OpenAI ein.


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