Kolumne

Vergiss Regeln und Gesetze

Sprechblase
SprechblaseClemens Fabry
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Sprechblase Nr. 501. Warum viele neuerdings auf den Modus vertrauen.

Regelmäßig kommen diese Vorwürfe: Die Politik gieße alles Mögliche und Unmögliche in Gesetze und Verordnungen, die für das echte Leben obendrein zu spät kommen. Die Unternehmen deklinieren ihre strikt zu befolgenden Workflows bis zum letzten Beistrich, deren Dokumentation außer den Autoren kaum jemand liest.

Diese Vorwürfe sind zumindest teilweise nachvollziehbar. Also sind Alternativen gefragt. Eine davon lautet: Keine Regeln mehr aufstellen. Das, was geregelt sein soll, wird künftig – Achtung, Sprechblase – als „Modus“ zusammengefasst. Im Modus A, könnte man beispielsweise definieren, gilt in Videokonferenzen: Man muss im Stand-by sein. Im Modus B hingegen wird volle Aufmerksamkeit vereinbart.

Klingt nach einem Modus Vivendi.

Aber aufgepasst: Wer zu viele Modi definiert, läuft Gefahr, das Regelwerk dokumentieren zu müssen.

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts „Management & Karriere“ in der „Presse“, wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Management- und Businesssprechs auf und nach.

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