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Mit diesen drei Aktienperlen aus drei Kontinenten ist man für die Zukunft gut aufgestellt

Geschäftigkeit in den USA.
Geschäftigkeit in den USA.IMAGO/Richard B. Levine
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Ein niederschmetternder Vergleich Europas mit den USA zeigt, warum man auch als Anleger immer jenseits des Atlantiks blicken soll. Mit dieser Aktie von dort und je einer Perle aus China und Europa ist man schon einmal gut diversifiziert - und Experten zufolge für die Zukunft gerüstet.

Mind the gap“, heißt es in einem Zwischentitel eines bemerkenswerten Artikels des Wall Street Journal von dieser Woche. Darin wird mit viel Datenmaterial dargelegt, wie rasant die wirtschaftliche Kluft zwischen Europa und den USA wächst. Mit einem klaren Befund: „Die Europäer werden ärmer“. Den Daten des Internationalen Währungsfonds zufolge sieht das so aus, dass die Wirtschaft der Eurozone auf Dollarbasis in den vergangenen 15 Jahren um sechs Prozent gewachsen ist, während die der USA um 82 Prozent angezogen hat. Sollte der Trend anhalten, so wird einer Studie des Brüsseler European Centre for International Political Economy zufolge, auf die das Wall Street Journal verweist, im Jahr 2035 bei der Wirtschaftsleistung pro Kopf die Kluft so groß sein wie derzeit zwischen Japan und Ecuador.

Alternd und freizeitverliebt

Weiters zeigen Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), dass der Konsum in 20 Ländern der Eurozone seit Ende 2019 um etwa ein Prozent zurückgegangen und in den USA parallel um fast neun Prozent gestiegen ist. Denn auch die die Dynamik der Reallöhne ergibt ein ähnliches Bild.

An Gründen für diese Kluft gibt es viele. Das Wall Street Journal betont die Alterung der Bevölkerung, die zu einem schleppenden Wirtschaftswachstum führe. Zudem würden immer mehr Menschen der Arbeit ihre Freizeit vorziehen. Unterbrochene Lieferketten infolge der Corona-Pandemie, der Ukraine-Krieg sowie steigende Energie- und Lebensmittelpreise hätten die Situation verschärft.

Tja, Wohlstand zu halten kann schwerer sein, als ihn aufzubauen. Und die, die ihn aufgebaut haben, wussten, dass er nicht wie selbstverständlich vom Himmel gefallen ist. Wie sagte Siemens-Chef Roland Busch Richtung Deutschland in einem Interview für die „Bild“? „Die Welt wird uns überholen, wenn wir nicht schneller werden“ - bei Bildung, Wissenschaft, Infrastruktur, Energie und Genehmigungsverfahren.

Nie auf die USA vergessen

Für Anleger versteht sich der obige Exkurs über die USA einmal mehr als Hinweis darauf, sein Portfolio nicht nur nach Sektoren, sondern eben auch geografisch breit zu streuen - und dabei nie auf die USA zu vergessen, wo die Leitindizes heuer merkbar stärker gewachsen sind als die europäischen.

Trotz allen Unterschieden halten wir fest: Die Börsen sind heuer erstaunlich robust. Auf die Frage, wie es weitergeht, werden die Zinsentscheidungen der großen Notenbanken diese Woche eine gewisse Antwort geben. Und natürlich die Masse an Firmenbilanzen. Eine Sommerrallye ist wohl nicht zu erwarten, und Barreserven für den Herbstbeginn bereitzuhalten sicher kein Fehler.

Aber auch jetzt sehen Experten durchaus Gelegenheiten, bei diversen Aktien zuzugreifen. Etwa bei folgenden dreien:

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