Formel 1

Verstappen gewinnt turbulenten Regen-Sprint in Spa

Max Verstappen war auch auf nasser Strecke nicht zu schlagen.
Max Verstappen war auch auf nasser Strecke nicht zu schlagen.Reuters / Stephanie Lecocq
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Das Sprintrennen in Spa ging nach Regen-Verzögerung und Safety-Car-Einsatz am Samstag nur elf Runden lang. Max Verstappen siegte vor Oscar Piastri.

Knapp einen Monat nach seinem Erfolg in Spielberg hat Max Verstappen den zweiten Sprint-Sieg in dieser Formel-1-Saison gefeiert. Der in der WM überlegen führende Niederländer setzte sich am Samstag in Spa-Francorchamps im Red Bull nach nur elf Runden und weniger als 25 Minuten Fahrzeit vor McLaren-Pilot Oscar Piastri aus Australien durch. Dritter wurde Pierre Gasly, der für Alpine fährt. Für den Franzosen war es das beste Ergebnis bei seinem neuen Rennstall.

„Ich muss sagen, es fühlt sich fantastisch an. Ich bin sehr glücklich, in Spa unter die Top drei zu kommen, es fühlt sich an wie eine Art Heimrennen für uns“, freute sich Gasly. Das Alpine-Team macht aktuell turbulente Zeiten durch. Für Teamchef Otmar Szafnauer ist Belgien die letzte Station, bevor Bruno Famin interimsmäßig für ihn übernimmt. Auch weitere Schlüsselarbeitskräfte müssen den Rennstall verlassen oder gehen - wie im Fall von Technikchef Pat Fry, der im Herbst bei Williams andockt - aus freien Stücken.

Verstappen stoppt später, verliert Führung

Der Sprint begann wegen eines Regenschauers mit halbstündiger Verspätung und mit mehreren Runden hinter dem Safety Car. Zudem gab es eine Verkürzung auf elf Runden. Nach Freigabe des Geschehens wechselte exakt das halbe Feld von Regen- auf Intermediate-Reifen. Alle anderen – darunter Pole-Setter Verstappen – waren eine Runde später an der Box. Piastri, der beim ersten Schwung dabei war, führte in der zweiten Runde vor Verstappen, Gasly und Sergio Perez.

Nach einem Unfall von Jubilar Fernando Alonso, der an seinem 42. Geburtstag ins Kiesbett abflog, rückte das Safety Car noch einmal aus. Anschließend blieben gerade noch sechs Runden übrig, die Verstappen mit einem erfolgreichen Überholmanöver gegen Piastri auf der Kemmel-Geraden eröffnete. „Wir haben unser Bestes gegeben. Wir sind an die Box, als das Safety Car kam, wir haben ein paar Runden geführt, aber wir waren Max nicht gewachsen“, sollte Piastri später sagen. Verstappen meinte: „Wir haben gewusst, dass wir schnell sind, und als wir die Inters aufgezogen haben, sind wir geflogen.“

Kampf zwischen Hamilton und Perez hat Folgen

Weiter hinten bekriegten sich Perez und Mercedes-Star Lewis Hamilton, dabei trug das Auto von Perez offenbar einen Schaden davon. Der Mexikaner fiel immer weiter zurück und musste den Wagen schließlich auf Geheiß der Teamleitung abstellen. Für den Zwischenfall mit Perez kassierte Hamilton eine Fünf-Sekunden-Strafe, die einen Podestplatz unmöglich machte. Der Brite belegte schließlich den siebenten Platz.

Weltmeister Verstappen baute seinen Vorsprung in der Gesamtwertung schon vor dem zwölften Saisonlauf am Sonntag (15.00 Uhr/live Servus TV, Sky) auf 118 Punkte vor Teamkollege Perez aus. Für das Rennen hatte sich am Freitag bereits Ferrari-Pilot Charles Leclerc, der im Sprint Fünfter wurde, die Pole Position gesichert. Quali-Sieger Verstappen wird aufgrund eines unerlaubten Getriebewechsels in der Startaufstellung fünf Plätze zurückgereiht und geht von Position sechs ins Rennen. „Ich muss ein paar Autos überholen, und das größte Risiko ist in Runde eins die erste Kurve. Solange wir uns da aus Schwierigkeiten heraushalten, wird es uns gut gehen“, sagte er. (APA)

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