Die türkischen Kampfdrohnen vom Typ Bayraktar sind weltweit begehrt. Die Gewinne der Rüstungsbranche helfen gegen die Wirtschaftskrise. Und in Ankara hat man noch größere Pläne.
Von Saudiarabien bis zum Kosovo: Alle wollen türkische Kampfdrohnen. Aus dem Ausland gebe es eine riesige Nachfrage, sagte Selçuk Bayraktar, Chef des Drohnenherstellers Baykar, zuletzt bei der Rüstungsmesse Idef 23 in Istanbul. Die Türkei verkauft so viele Waffen wie noch nie. Bayraktars gute Geschäfte erfreuen seinen Schwiegervater, den türkischen Präsidenten, Recep Tayyip Erdoğan, denn die Milliardengewinne der Rüstungsbranche helfen, die Wirtschaftskrise in der Türkei zu überwinden. Auch politisch ist der Boom gut für Erdoğan, denn viele Wähler sind stolz auf die Erfolge der türkischen Rüstungsindustrie.
Die Türkei erwartet für dieses Jahr die Rekordsumme von sechs Milliarden Dollar aus Waffenexporten, wie der türkische Staatspräsident in einem Grußwort an die Rüstungsmesse sagte.