Die von Klimaministerin Gewessler angekündigte Tempolimit im Ortsgebietet stößt bei den Gemeinden auf Zustimmung. Sie wollen auch selbst „blitzen“.
Der Gemeindebund unterstützt die von Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) die am Wochenende angekündigte Reform, wonach Gemeinden künftig leichter und eigenständig Tempo 30 im Ortsgebiet verhängen dürfen. Es handle sich um eine „wichtige und hilfreiche Maßnahme“ im Sinne der Verkehrssicherheit, hieß es am Montag in einer Aussendung. „Es muss aber auch geblitzt werden können“, wurde darin gefordert.
Dem Gesetzesentwurf zufolge solle der Gemeinderat in „besonders sensiblen Zonen“, also etwa in der Nähe von Kindergärten oder Pflegeeinrichtungen, künftig selbst Tempo 30 festlegen können soll. Im restlichen Ortsgebiet soll es deutlich leichter werden. Gewessler kommt damit dem Wunsch einer breiten Initiative der Mobilitätsorganisation VCÖ, des Städtebundes sowie über 200 Gemeinden und Städten nach.
„Das ist eine wichtige und hilfreiche Maßnahme, die die Verkehrssicherheit in den Städten und Gemeinden rasch und ohne großen Bürokratieaufwand verbessert“, meinten die Gemeindebund-Vizepräsidenten Andrea Kaufmann und Erwin Dirnberger am Montag. Die Gemeindebund-Vertreter erneuerten aber auch ihre langjährige Forderung nach einer Änderung der StVO, damit Städte und Gemeinden „endlich auch wieder selber Radarmessungen durchführen dürfen“. Die Einführung von Tempo 30 im Ortsgebiet sei nur so lange sinnvoll, so lange die Geschwindigkeit auch eingehalten und überprüft werde, argumentieren sie. „Deswegen wollen die Gemeinden auch wieder blitzen können.“