Verrat werfen Alt-FPler Haider wegen 20 neuer Ortstafeln vor.
Klagenfurt (red.). Ohne Konsens endete am Freitag eine weitere Konsenskonferenz zur Aufstellung zweisprachiger Ortstafeln in Kärnten, dafür mit einem kleinen Kompromiss. Noch heuer sollen 20 zusätzliche deutsch-slowenische Schilder montiert werden, was zumindest der Topographie-Verordnung von 1977, wenn auch nicht der Verfassungsgerichtshof-Forderung von 2001 entspricht. Doch nicht einmal darüber herrscht in Kärnten Konsens.
Die FPÖ unter dem früheren Nationalratsabgeordneten Alois Huber wirft dem Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (BZÖ, in Kärnten auch "Freiheitlich") Verrat vor. Haider habe in allen Wahlkampfbroschüren versprochen, dass es keine neuen Tafeln geben werde. Manfred Stromberger, freiheitlicher Geschäftsführer, kontert: Das seien keine zusätzlichen Tafeln, sondern nur die, die seit 1977 fehlen. Für mehr gebe es auch bei der nächsten "Konsens"-Konferenz am 6. Mai kaum Chancen. SP-Chef Peter Ambrozy meinte daraufhin, es wäre vernünftig, wenn "einige den Mund halten".