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Yahoo-Chefin Mayers gegen Heimarbeit

Yahoo
Yahooe(c) EPA (JOHN G. MABANGLO)
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Im Kampf um das wirtschaftliche Überleben des Internet-Konzerns Yahoo schränkt Chefin Mayer die Heimarbeit stark ein. "Wir müssen ein Yahoo sein", appelliert sie an die Mitarbeiter.

Gerade noch Hip, jetzt verboten: Firmenchefin Marissa Mayer schränkt bei ihrem Notumbau des Internet-Urgesteins Yahoo die weit verbreitete Arbeit von Zuhause (Home-Office) ein. Es sei absolut notwendig, dass "wir alle in unseren Büros anwesend sind", hieß es in einer Mitteilung an die etwa 11.500 Beschäftigten, die am Montag in den USA für Schlagzeilen sorgte. Wem das nicht passe, der solle gehen, so Mayer sinngemäß.

"Einige der besten Entscheidungen und Erkenntnisse erwachsen aus Gesprächen auf dem Flur oder in der Cafeteria", begründete die Chefetage die neue Richtlinie, die ab Juni gilt. "Geschwindigkeit und Qualität leiden oftmals, wenn wir von Zuhause aus arbeiten. Wir müssen ein Yahoo sein und das fängt damit an, dass wir physisch zusammen sind."

Kostenloses Essen

Die ehemalige Google-Spitzenmanagerin Mayer steht seit Juli vergangenen Jahres an der Spitze von Yahoo. Sie versucht, das ins Stocken geratene Geschäft des Internetriesen wieder anzukurbeln und konnte dabei jüngst erste Erfolge vermelden. Yahoo steht im harten Wettbewerb mit Google und Facebook um Werbeanzeigen.

Um ihre Mitarbeiter zur persönlichen Anwesenheit in den Büros des Unternehmens zu bringen, war einer ihrer ersten "Amtshandlungen", das Essen in der Kantine kostenlos anzubieten.

Die ruppige Art bei der Abschaffung der Heimarbeit und der angeschlagene Ton sei jedoch bei Yahoo-Beschäftigten auf einen Sturm der Entrüstung gestoßen, schrieb das gut verdrahtete US-Blog "All Things D". Ein betroffener Mitarbeiter ereiferte sich, dass zuvor getroffene Absprachen bezüglich der Heimarbeit nun nicht mehr gelten würden. "Das ist ungeheuerlich und tödlich für die Moral."

(APA/dpa)