Inflation sank im Jänner auf 2,6 Prozent

Symbolbild Mineralöl
Symbolbild Mineralöl(c) APN (Joerg Sarbach)
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Die Teuerung ist wegen eines Preisrückgangs bei Mineralölprodukten geringer ausgefallen. Auch in der Eurozone hat der Preisdruck nachgelassen.

Dank etwas billigerer Mineralölprodukte hat die Teuerung in Österreich zu Jahresbeginn leicht nachgelassen. Die Jahres-Inflationsrate verringerte sich im Jänner auf 2,6 Prozent, nach noch jeweils 2,8 Prozent im Dezember und November. Auch die Aufwärtsdynamik durch die Hauptinflationstreiber Wohnen/Wasser/Energie sowie Lebensmittel ließ etwas nach.

Nahrungsmittel kamen im Jänner "nur" mehr um 4,1 Prozent teurer als ein Jahr davor, im Dezember hatte der Preisschub noch fast fünf Prozent betragen. Die Ausgaben für Wohnung, Wasser und Energie waren nun im Schnitt um drei Prozent kostspieliger, wie die Statistik Austria am Donnerstag mitteilte, für Dezember war hier noch ein Plus von 3,3 Prozent vermeldet worden.

Minus 0,7 Prozent im Monatsabstand

Der für die Euro-Zone ermittelte heimische Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) legte im Jänner um 2,8 Prozent zu, der Preisindex für Pensionistenhaushalte (PIPH) um 2,7 Prozent und damit ebenfalls wie üblich etwas stärker als der allgemeine VPI.

Im Monatsabstand - von Dezember auf Jänner - ging das heimische Preisniveau laut VPI um 0,7 Prozent zurück, beim HVPI verringerte es sich um 0,6 Prozent, und beim Warenkorb für Pensionistenhaushalte betrug das Minus 0,3 Prozent.

Zwei Prozent Inflation in Eurozone

Auch in der Eurozone hat der Preisdruck im Jänner nachgelassen. Die Inflationsrate fiel auf zwei Prozent, teilte das Statistikamt Eurostat am Donnerstag nach endgültigen Berechnungen mit. Im Dezember waren es noch 2,2 Prozent. Damit herrscht weitgehend Preisstabilität, die die Europäische Zentralbank (EZB) bei Werten von knapp unter zwei Prozent gewährleistet sieht.

Die EZB kommt am Donnerstag nächster Woche zu ihrer nächsten Sitzung zusammen, für die Experten keine Änderung des bereits historisch niedrigen Leitzinses von 0,75 Prozent erwarten. EZB-Chef Mario Draghi machte jüngst deutlich, dass die Zentralbank an der lockeren Geldpolitik festhalten werde. Sie sei weiter konjunkturstimulierend und die EZB weit davon entfernt, an eine Abkehr von dieser Linie zu denken

Österreich: Wichtigste Preisänderungen im Jänner 2013 gegenüber dem Vorjahr
Indexposition
Veränderung gegenüber 
Jänner 2012
Einfluss auf 
Vorjahresveränderung
+/- %+/- ProzentpunktePreistreiberWohnungsmiete (alle Kategorien)4,30,18Mobiltelefon, Grundentgelt32,50,15Elektrischer Strom, Arbeitspreis/Tag6,20,11Betriebskosten, Mietwohnung40,07Städteflug16,70,05PreissenkerMobiltelefon, Gesprächsentgelt-10,7-0,09Mobiltelefongerät-45,4-0,05Gipskartonplatte-11,9-0,04Flachfernseher-5,5-0,03Private Krankenversicherung-1,2-0,03

(APA)

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