Markus Altenburger hat ziemlich viel verändert, seit er den elterlichen Betrieb im nordburgenländischen Jois übernommen hat.
Markus Altenburger hat ziemlich viel verändert, seit er den elterlichen Betrieb im nordburgenländischen Jois übernommen hat. Wurde früher hauptsächlich Weißwein produziert, so sind mittlerweile vier von fünf Flaschen rot. Was den Blaufränkisch betrifft, zählt Altenburger längst zur Crème de la Crème. Ein paar weiße Weintrauben ließ er allerdings hängen. Es handelt sich schließlich um ganz besondere, etwa um eine alte Anlage mit Neuburger. Daraus macht er eine ziemlich spannende Reserve. Ein Wein wie eine nostalgische Reise in die Vergangenheit. Altenburger lässt den Wein kurz auf der Maische angären und füllt ihn dann in gebrauchte Eichenfässer. Heraus kommt ein wunderbar burgundischer Weißwein, sehr cremig, sehr füllig. Dezente Nase nach frischen Kräutern, manche riechen auch Birne. Der 2011er ist noch ziemlich verschlossen. Viel Luft und ein großes Burgunderglas tun ihm gut. Etwas mehr Zeit noch in der Flasche wären aber noch besser. Ein idealer Begleiter zur etwas deftigeren Küche. Zu einem kleinen, feinen Beuscherl etwa. Wenn schon Nostalgiereise, dann nämlich ordentlich.
Weingut Altenburger, Neuburger Reserve 2011, kostet 14,50 Euro in der Vinothek Wagner.