Als der „Loipen-Hydrant“ aufbegehrte

SKI NORDISCH - FIS Nordische WM 2013
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Wilhelm Denifl bestreitet heute mit Bernhard Gruber den Team-Sprint, 2003 gewann der Tiroler mit der Staffel WM-Gold. ÖSV-Langläufer sind bereits abgereist.

Predazzo/Fin. Als Österreichs Kombinierer 2003 bei der WM im Val di Fiemme Staffel-Gold gewannen, war der Tiroler Wilhelm Denifl „das Rennen meines Lebens“ gelaufen. Der Rumer, damals 22, war als Schwachstelle eingestuft worden, hatte er sich doch schon vorab gar als „Loipen-Hydrant“ bezeichnet. Doch er meisterte seine Aufgabe mit Bravour und ebnete damit den Weg zum Sieg. Diese Erinnerungen will er heute aufleben lassen. Er und Bernhard Gruber bestreiten die WM-Premiere des Team-Sprints.

Dieser Bewerb soll mit einem Sprung von der Großschanze und jeweils drei 2,5-Kilometer-Schleifen der Kombination weiteren Glanz verleihen. Dass laufend neue Regeln und Rennen für Verwirrung bei Zuschauern sorgen, glaubt Denifl nicht. Der Stubaier sagt, dass es ein „spannender WM-Abschluss“ ist. Ob ihm aber erneut ein Lauf wie 2003 gelingt, bleibt eine spannende Frage.

Für Coach Christoph Eugen gelten neben seinem Duo Deutschland, Norwegen, Frankreich (Jason Lamy Chappuis will auch im vierten Bewerb eine Medaille), Japan und die USA als Medaillenanwärter. „Es beginnt alles wieder bei null. Es wird nicht einfach, das Laufen ist durch die wechselnde Belastung intensiver.“

Für Österreichs Langläufer ist die WM 2013 jedenfalls bereits Geschichte. Weder für die Herren-Staffel noch die Klassiker über 30 Kilometer (Damen, heute) und 50 Kilometer (Herren, Sonntag) wurde genannt. Sportdirektor Markus Gandler: „Die Bilanz ist für mich positiv. Vor allem die Damen-Staffel hat mir imponiert.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.03.2013)

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