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Gerald Klug: Vom Dreher zum Verteidigungsminister

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Gerald Klug(c) APA/PARLAMENTSDIREKTION/MIKE RAN (PARLAMENTSDIREKTION/MIKE RANZ)
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Der Lebenslauf des 44-jährigen Gerald Klug ist alles andere als eintönig: Der Grazer begann als Dreher, studierte Jus und landete schließlich im Hohen Haus.

Der Bundesrat gilt eher als politisches Abstellgleis denn als Trägerrakete für höhere Aufgaben. Doch es kann offenbar auch anders sein. Der Vorsitzende der SP-Fraktion in der Länderkammer, Gerald Klug, wird neuer Verteidigungsminister.

Der 44-jährige Grazer hat eine interessante Vita. Nach der Hauptschule wechselte er 1983 an die Höhere Technische Lehranstalt Graz-Gösting, brach die Ausbildung jedoch 1984 ab und begann eine Lehre als Dreher. Daneben absolvierte er zwischen 1984 und 1987 die Berufsschule, zwischen 1987 und 1988 leistete er den Präsenzdienst ab. Nach seinem Lehrabschluss arbeitete Klug bei der Firma Siemens SGO, Verkehrstechnik. Später studierte er an der Karl-Franzens-Universität Graz Rechtswissenschaften.

Politisch begann der Metaller-Gewerkschafter in der Arbeiterkammer, nebenbei besetzte er Funktionen in steirischer Gebietskrankenkasse und Arbeitsmarktservice. Ins Hohe Haus zog Klug 2005 ein und zwar in den Bundesrat, dem er auch bis heute treu blieb.

Ein Mann im Hintergrund

Seine bisher wichtigste Funktion ist die des Fraktionschefs der SPÖ in der Länderkammer, die Klug seit 2010 ausfüllt. Dass er nicht Präsident des Bundesrats wurde, ist auf einen rot-schwarzen Deal zurückzuführen, der diesen Posten der ÖVP zuschanzte, obwohl diese in der Steiermark nur die Nummer zwei ist.

Aufgefallen ist Klug in Land und Bund nicht wirklich. In die Öffentlichkeit schaffte er es mit einer vom Bundesrat in die Wege geleitete Gesetzesinitiative, durch die Gemeinden auch über Bezirks- und Ländergrenzen hinweg Verbände eingehen können.

(APA)