Frank Stronach soll der Sponsor des BZÖ sein.
wien. Frank Stronach ist der "big spender" - offenbar nicht nur für den heimischen Fußball, sondern auch für zarte Parteipflanzen. Der Austrokanadier gilt nämlich in Politik- und Wirtschaftskreisen als Finanzier des BZÖ. Und der Bauindustrielle Hans-Peter Haselsteiner. Ob Haiders angebliche Reise nach Kanada (zur Magna-Zentrale) damit zusammenhängt? Stronach selbst sagt zur "Presse" nur: "Ich weiß nichts davon und habe damit nichts zu tun." Von Haselsteiner, einst Nationalrats-Abgeordneter des Liberalen Forums, kommt nur ein trockenes "no comment".
Eine Finanzierung der "FPÖ neu" durch prominente Industrielle ist allerdings nicht so abwegig. Denn auch die alte FPÖ konnte auf kräftige Unterstützung durch die Wirtschaft zählen. Offiziell bestätigt allein die Industriellenvereinigung (IV) Geldflüsse - aber auch nur für die 80er Jahre.
Seit der Abkehr der FPÖ vom EU-Kurs der damaligen großen Koalition erkaltete freilich das Verhältnis zur IV deutlich. Was blieb, ist "maximal die Unterstützung von Trainee-Programmen", heißt es. Die hinter vorgehaltener Hand kolportierte Liste der FP-Geldgeber liest sich wie das Who-is-Who der Hochfinanz. Der verstorbene Konzernpatriarch Herbert Turnauer zählt genauso dazu wie die Kaufhaus-Erbin Heidi Horton. Bei Waffenschmied Gaston Glock ist man sich nicht ganz sicher, ob er ebenfalls sein Füllhorn ausgeschüttet hat. Hypo-Alpe-Adria-Chef Wolfgang Kulterer, der inzwischen von der FPÖ abgerückt sein soll, dürfte vor allem auf Kärntner Landesebene als Kreditgeber aufgetreten sein.
Bleibt Thomas Prinzhorn, graue Eminenz der FPÖ und milliardenschwerer Papierindustrieller. Gerüchte um erkleckliche Geldflüsse hat er so oft, wie sie gestellt worden sind, unbeantwortet gelassen. Dennoch wollen Spekulationen nicht verstummen, dass Prinzhorn, von Haider zur FPÖ geholt, nicht mit leeren Händen kam.
Haider und sein BZÖ werden jedenfalls jeden Cent brauchen - denn die Partei fängt von Null an. Sie braucht eine neue Infrastruktur, neue Büros, neues Personal, und vor allem Werbung und Marketing für den nächsten Wahlkampf. Mit den Mitgliedsbeiträgen von 35 Euro pro Kopf (www.bzoe.at), sind nämlich keine großen Sprünge zu machen.