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Streit unter Rabbinern: Sind Heuschrecken koscher?

Ein thailändischer Arbeiter verkauft geröstete Heuschrecken in Israel.
Ein thailändischer Arbeiter verkauft geröstete Heuschrecken in Israel.(c) REUTERS (AMIR COHEN)
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Die Heuschreckenplage in Israel entfacht eine alte Diskussion. Heuschrecken werden im Alten Testament als essbar erwähnt. Doch war es dieselbe Art?

Eine Heuschreckenplage in Israel hat einen Jahrhunderte alten Streit zwischen Rabbinern neu entfacht. Die Frage, ob die fliegenden Insekten koscher sind, entzweit die Gemüter der jüdischen Glaubensgelehrten. Der prominente Rabbiner Izchak Josef sprach sich nun klar dagegen aus, Heuschrecken zu essen, wie die israelische Zeitung "Haaretz" am Donnerstag berichtete.

Im Verlauf der Jahrhunderte haben sich viele jüdische Gelehrte den Kopf darüber zerbrochen, ob Heuschrecken koscher sind. Das Alte Testament erwähnt sie zwar als Tiere, die nach den jüdischen Speisegesetzen essbar sind. Rabbi Josef, Sohn des spirituellen Führers der strengreligiösen Schas-Partei, hat jedoch Zweifel, ob es sich bei den heutigen Heuschrecken um dieselbe Art handelt. Es gebe in der Frage auch "keine eindeutige Tradition", sagte er nach Angaben des Blatts.

In den vergangenen Tagen sind Schwärme von Heuschrecken aus Ägypten im israelischen Süden eingefallen. Besonders bei religiösen Juden aus dem Jemen und aus Marokko gelten sie geröstet als beliebter Snack. Verschiedene Webseiten veröffentlichten sogar Rezepte für die Zubereitung von Heuschrecken, die "Haaretz" als eine Art "Popcorn des Altertums" beschrieb

(APA/dpa)