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Spanien: Bordell erlaubt, Moschee verboten

Symbolbild: Moschee(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Spanische Gerichte haben den Bau einer Moschee in einem Gewerbegebiet untersagt, die Errichtung eines Bordells in unmittelbarer Nähe jedoch erlaubt.

Spanische Gerichte haben in der Stadt Lerida den Bau einer Moschee in einem Gewerbegebiet untersagt, die Errichtung eines Bordells aber zugelassen. Wie die Zeitung "La Vanguardia" am Donnerstag berichtete, hatte zunächst ein Unternehmerverband in der nordostspanischen Stadt gegen den Bau einer Moschee Einspruch erhoben.

Der oberste Gerichtshof der Region Katalonien gab dem Antrag statt. Die Richter begründeten dies damit, dass die Grundstücke des Gebiets als öffentlicher Treffpunkt nicht geeignet seien und nach der Bauordnung nur für industrielle Zwecke genutzt werden dürften.

Ein Verwaltungsgericht kam in einem anderen, von dem Fall unabhängigen Verfahren allerdings zu dem Ergebnis, dass es durchaus auch andere Zwecke sein dürfen. Es bewilligte den Antrag eines Unternehmers, in unmittelbarer Nähe der Stelle, an der die Moschee gebaut werden sollte, ein Bordell zu eröffnen. Die Stadtverwaltung von Lérida, die das Bordellvorhaben abgelehnt hatte, äußerte sich überrascht von den Entscheidungen der Gerichte.

(APA/dpa)