Gut geölter Start ins Jahr 2013

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geoelter Start Jahr 2013(c) REUTERS (HEINZ-PETER BADER)
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Seit Jahresbeginn konnte die Aktie des heimischen Energiekonzerns um rund 25 Prozent an Wert zulegen. Grund sind Erfolge bei der Rohölsuche.

Wien. Es waren gute Wochen für OMV-Aktionäre. Vor allem die letzten zwei seit der Präsentation der Bilanz für das Jahr 2012 am 21.Februar. Denn seither legte die Aktie im deutlich zweistelligen Bereich zu, seit Jahresanfang waren es sogar rund 28 Prozent. Damit liegt die OMV-Aktie im heimischen ATX fast an der Spitze – nur Wienerberger konnte eine noch bessere Performance liefern.

Vom Allzeithoch bei knapp 60Euro, an dem während des Wiener Börsenbooms zwischen 2006 und 2008 mehrmals gekratzt wurde, liegen die OMV-Papiere zwar immer noch weit entfernt. Sieht man sich jedoch nur die Kursentwicklung seit der Finanzkrise an, konnte durch den rasanten Zuwachs im Jänner und Februar ein neuer Höchststand erreicht werden.

Wie lange dieser Trend kurzfristig anhalten wird, ist nicht zu beantworten. Bei diversen Trend-Indikatoren (MACD, Bollinger Bänder, RSI) liegt das Papier zum Teil bereits im „überkauften“ Niveau – ein kurzfristiger Rücksetzer ist daher alles andere als ausgeschlossen.

„Projektpipeline“ verdoppelt

Langfristig spricht jedoch einiges dafür, dass die OMV-Aktie auch in Zukunft noch Wachstumspotenzial hat. So dürfte der Hauptgrund für den kräftigen Anstieg seit der Bilanzpräsentation nämlich nicht in den damals vorgestellten Gewinnzahlen der Vergangenheit liegen – obwohl diese mit einem neuen operativen Rekordgewinn von 3,4Mrd. Euro auch nicht schlecht waren.

Für die außerordentliche Freude bei den Aktionären dürfte jedoch eine andere Zahl gesorgt haben: 900 Millionen Fass Öläquivalent. Auf diesen Wert verdoppelte sich im Jahr 2012 dank einer Reihe von großen Öl- und Gasfunden die „Projektpipeline“ der OMV. Damit könnte der heimische Ölkonzern seine Produktionsrate von 303.000Fass pro Tag acht Jahre lang aufrechterhalten, ohne ein einziges neues Feld zu finden.

Die OMV plant aber natürlich, sowohl die Produktionsrate bis 2016 auf 350.000 Fass pro Tag anzuheben als auch die Ersatzrate (neu gefundene Reserven im Verhältnis zu geförderten Reserven) von derzeit 79 Prozent (Dreijahresschnitt) weiter zu steigern. So soll der Anteil des lukrativen Rohölgeschäftes im Konzern künftig noch größer werden. Und schon heute stammen 82 Prozent des gesamten operativen Gewinns aus diesem Bereich.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.03.2013)

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