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"Mach's gut": Klug als Verteidigungsminister angelobt

Machs Klug Verteidigungsminister angelobt
Minister Klug und Bundespräsident Fischer(c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)
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Klug löst Darabos ab, der wieder Bundesgeschäftsführer der SPÖ wird. Der neue Verteidigungsminister soll nun die Wehrpflicht reformieren.

Der neue Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) ist heute von Bundespräsident Heinz Fischer angelobt worden. Das Staatsoberhaupt wünschte dem 44-jährigen Grazer für die "wichtige, verantwortungsvolle und sicher schwierige Aufgabe alles Gute". Nachsatz: "Mach's gut, toi, toi, toi".

Bei Norbert Darabos, der wieder Bundesgeschäftsführer der SPÖ wird, bedankte sich Fischer "sehr, sehr herzlich für die Dienste".

"Bedeutender Tag" für Klug

Klug selbst, der von SP-Bundeskanzler Werner Faymann begleitet wurde, sprach von "einem bedeutenden Tag". Er freue sich, im Kanzler-Team zu sein. Von der schwarzen Regierungsriege war niemand bei der Angelobung dabei. Auch bei der offiziellen Amtsübergabe in der Rossauer Kaserne betonte Klug, das Ressort von seinem Vorgänger Darabos mit "gutem Gefühl" zu übernehmen.

Letzterer hielt in seiner Abschiedsrede fest, dass er keinen Tag seiner sechsjährigen Amtszeit missen möchte. Er sei damit der längst dienendste Verteidigungsminister der EU, so Darabos. Das sei zwar kein Qualitätsmerkmal, er wage aber zu behaupten, dass seine Amtszeit eine gute Zeit für die österreichische Sicherheitspolitik gewesen sei. Der Job sei nicht immer einfach gewesen. Er habe aber eine fordernde und erfüllende Zeit gehabt.

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Während Darabos die Wehrpflicht nicht erwähnte, eröffnete der neue Minister seine Rede mit eben diesem Thema. Er begrüßte gleich am Beginn eine Rekrutenabordnung und meinte, dass er sich den Grundwehrdienern in besonderer Weise verpflichtet fühle. Klug machte auch eine Gemeinsamkeit zwischen sich und den Grundwehrdienern aus: Diese müssten beim Bundesheer genau so lange dienen, wie er Zeit zur Verfügung habe, um die versprochene Reform umzusetzen - nämlich sechs Monate.

Nach der feierlichen Amtsübernahme mit einer Ehrenabordnung der Garde im Innenhof des Ministeriums traf der Minister zu einem kurzen Vorstellungsgespräch die leitenden Beamten des Ministeriums, darunter den Generalstabschef, den Streitkräftekommandanten und die Sektionschefs.

(APA)