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Zahlen und Fakten rund um die Inflation

Oft sorgt sie für Kopfschütteln und hitzige Diskussionen: Die Teuerungsrate. DiePresse.com hat sie genauer unter die Lupe genommen.

Die Statistik Austria erhebt jeden Monat rund 40.000 Preise für Waren und Dienstleistungen, die das Konsumverhalten des Durchschnittsösterreichers widerspiegeln sollen. Die Preise werden einer von 12 Ausgabengruppen zugeordnet und unterschiedlich gewichtet - je nachdem, wie häufig wir zu den Produkten greifen und wie viel wir dafür investieren müssen. Heraus kommt folgender Warenkorb:

Da sich das Konsumverhalten der Österreicher laufend ändert, muss auch der Warenkorb immer wieder angepasst werden. Zuletzt passierte das nach einer ausführlichen Konsumerhebung im Jahr 2010. Neu aufgenommen wurden 80 Produkte, andere wurden gestrichen. Was dabei herausgekommen ist, scheint teilweise logisch, manchmal aber auch ziemlich willkürlich. Hier einige Beispiele:

  • Aufgenommen: Paniertes Hüherfleisch, tiegekühlt - Thermeneintritt - Elektrozahbürste - Holz-Pellets - Navigationsgerät - Pizza beim Italiener - Sprachaufenthalt - Hundeleine.
  • Gestrichen: Kebab - Dauerwelle - Farbfernseher - Snowboard-Bindung - Kaffeefiltertüten - Normalbenzin - Laptoptasche - Sauerkraut.

Inflation im Laufe der Zeit

Inflationsdaten liegen mittlerweile aus mehreren Jahrzehnten vor. Heute kosten Waren und Dienstleitungen im Schnitt fast viermal so viel wie im Jahr 1966:

Aber was ist eigentlich seit der Euro-Einführung passiert? Die jährliche Inflationsrate ist ein Jahr nach Ausbruch der Finanzkrise auf einen Tiefpunkt 0,5 Prozent gesunken. Heute haben Euro-Krisenländer wie Griechenland und Portugal eine noch niedrigere Teuerungsrate. In Österreich liegt sie dagegen immer noch über der Zwei-Prozent-Grenze, bis zu jener laut Europäischer Zentralbank (EZB) Preisstabilität gewährleistet ist:

Ist die Gemeinschaftswährung nun tatsächlich ein "Teuro"? Auch dazu hat die Statistik Austria Berechnungen angestellt. In den zehn Jahren vor der Euro-Einführungen wurden die Preise demnach um 24,7 Prozent höher - von Ende 2001 bis Ende 2011 dagegen "nur" um 22,0 Prozent. Allerdings gibt es auch Ausnahmen. Bei den Nahrungsmitteln zogen die Preise nach der Euro-Einführung wesentlich stärker an:

(sk)