Buchtipp

Als Menasse im Aachener Dom zum „Glaube an Europa“ mahnte

Robert Menasse hielt am 30. Mai eine „Predigt“ im Aachener Dom.
Robert Menasse hielt am 30. Mai eine „Predigt“ im Aachener Dom. APA/Andreas Arnold
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Der Suhrkamp-Verlag veröffentlichte die Rede des Schriftstellers, die den aufkeimenden Nationalismus anprangert.

Ungewöhnlich ist es, wenn ein österreichischer Schriftsteller im Aachener Dom eine Rede hält. Doch so ungewöhnlich dann doch nicht, wenn es sich um Robert Menasse handelt, der sich in seinen Romanen und Essays seit Jahren mit europapolitischen Themen beschäftigt. Die Grenzstadt Aachen im Dreiländereck Niederlande, Deutschland und Belgien war in beiden Weltkriegen umkämpft. Sie ist Symbol der blutigen Vergangenheit Europas, die die Gründungsväter der EU überwinden wollten. Robert Schuman und Jean Monnet konzipierten die heutige Europäische Union als Gegenmodell zu einem Nationalismus, der für die kriegerischen Auseinandersetzungen, für Verfolgung und Leid verantwortlich war. Obwohl sie ihre französische Identität damit nicht aufgaben, entwickelten sie eine nachnationale Ordnung.

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