Bilanz

RBI verdient in Russland weiter gut

Volumen in der Höhe von fast 50 Prozent der Kundenkredite im ersten Halbjahr 2023 wurden in Russland zurückgefahren.
Volumen in der Höhe von fast 50 Prozent der Kundenkredite im ersten Halbjahr 2023 wurden in Russland zurückgefahren. Reuters/Maxim Shemetov
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Der ursprünglich avisierte Zeitpunkt für den Ausstieg aus dem Russland-Geschäft verschiebt sich und wird frühestens Ende des Jahres möglich sein. Ein Verkauf ist wahrscheinlicher als eine Abspaltung.

„Mit Hochdruck“ arbeitet die Raiffeisenbank International gemäß eigenen Aussagen am Ausstieg aus dem Bankengeschäft in Russland. Zwei Optionen gebe es, sagte Bankchef Johann Strobl bei einem Bilanzgespräch vor Analysten: Beide Optionen – sowohl ein Verkauf als auch eine Abspaltung des Geschäfts in Russland – seien mit hohen bürokratischen Hürden verbunden. Ursprünglich war eine Entscheidung bis Ende September in Aussicht gestellt worden, diese Frist wurde nun noch einmal bis Ende des Jahres verlängert.

Man sei in konstantem Kontakt mit den zuständigen Regulatoren. Die „informelle Phase“ dauere jedoch länger als erwartet – der Prozess dürfte daher wohl komplexer sein als erhofft, sagte Strobl. Alles in allem sei ein Spin-off vielschichtiger zu lösen als ein Verkauf. Bis diese Lösung vorliegt, wird das Geschäft in Russland weiter reduziert, das lässt sich auch am Volumen der Kredite ablesen. Im Vorjahr waren noch Finanzierungen – insbesondere Hypothekar- und unbesicherte Kredite – in der Höhe von 13,7 Milliarden Euro ausständig, im Halbjahr 2023 waren es nur noch rund 7,1 Milliarden Euro.


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