Kunstlicht

Das Mumok schließt schon wieder – ein Fluch und ein Luxus

MQ, Museumsquartier, Mumok, Wien

Foto: Clemens Fabry
MQ, Museumsquartier, Mumok, Wien Foto: Clemens FabryClemens Fabry
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Anders als etwa das Leopold-Museum kann das Mumok es sich leisten, fünf Monate lang umzubauen. Und tut das 2024 auch.

Der schwarze Sarkophag im Museumsquartier, vulgo Mumok, dreht als baulicher Problembär des Areals wieder einmal seine Runden. Nicht nur, dass seine festungsähnliche Architektur mit den hohen Stiegen jeglichen Ansprüchen, die man heute an einen Museumsbau stellt, die lange Nase zeigt. Es kommt einem noch dazu wie gestern vor, dass hier zuletzt monatelang geschlossen war. Und damit ist nicht die Pandemiezeit gemeint, die Museen, wie manche Theater es taten, doch ebenfalls für Mängelbehebungen hätten nützen können.

Aber nein, Direktorin Karola Kraus tut gegen Ende ihrer Mumok-Zeit (sie will sich für nach 2025 nicht mehr bewerben), was sie an deren Anfang tat: Sie sperrt zu. 2011 waren es drei Monate über den Sommer. Diesmal werden es, wie am Dienstag bekannt gegeben wurde, fünf Monate im ersten Halbjahr 2024 sein, man rechnet also selbst im Mumok schon mit dem Sommertouristen, ohne den etwa das weiße Pendant, das Leopold-Museum, gar nicht leben könnte.

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