Vettel ist mit Platz drei zufrieden, warnt aber vor der Reifenproblematik. "Flogen uns zu früh um die Ohren."
Melbourne/Red. Nach dem Auftaktdämpfer von Australien lässt sich Sebastian Vettel keine Krise einreden. Platz drei sei doch keine Enttäuschung, zudem stünden mit Kimi Räikkönen und Fernando Alonso erfahrene Formel-1-Piloten vor ihm. „Ich bin nicht beunruhigt. Wir müssen eben zugeben, dass manchmal auch die anderen schneller sind“, sagte der Titelverteidiger nach der Niederlage im ersten Formel-1-Saisonrennen.
Vettels Gegner dürften aber aus den Ereignissen von Melbourne Zuversicht für den weiteren Saisonverlauf ziehen. Nach klarer Überlegenheit in Training und Qualifikation waren die Red Bulls im Rennen plötzlich nicht mehr unschlagbar. Vor allem auf den richtigen Grip dürfte in dieser Saison gesondert Augenmerk zu legen sein. Das weiß auch der 25-jährige Deutsche, obwohl er es mit einem Witz zu vertuschen versuchte: „Die Reifen sind uns doch ein bisschen zu früh um die Ohren geflogen...“
„Das ist kein Desaster“
Auch Mercedes-Neuzugang Lewis Hamilton wurde „Opfer“ des Reifenpokers. Er musste mitten im Rennen die Strategie wechseln und gar dreimal an die Box fahren. Der Brite wurde Fünfter, Teamkollege Nico Rosberg musste aufgeben. Ein durchwachsener Neustart für Motorsportchef Toto Wolff. „Das ist kein Desaster. Wir haben noch viele Rennen vor uns.“
("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.03.2013)