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Austro-Islamist: Justiz wird Auslieferungsantrag stellen

AustroIslamist Justiz wird Auslieferungsantrag
AustroIslamist Justiz wird Auslieferungsantrag
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Nach seiner Verhaftung in der Türkei könnte der Wiener Islamist bereits in einigen Wochen wieder zurück in Österreich sein. Ihm droht ein Prozess.

Nun sind auch die letzten Zweifel ausgeräumt: Bei dem am Dienstag in der Türkei aufgegriffenen Mann handelt es sich tatsächlich um den Austro-Islamisten Mohamed Mahmoud.

Die Staatsanwaltschaft Wien wartet nun noch auf Unterlagen von Interpol, die etwa die zuständige türkische Stelle enthalten. Danach wird ein Auslieferungsantrag gestellt. Das wurde DiePresse.com am Freitag bestätigt. Größere Probleme sind dabei nicht zu erwarten: Gegen Mahmoud liegt ein internationaler Haftbefehl wegen seiner "Hasspredigten" vor und die Türkei hat das Europäische Auslieferungsabkommen von 1957 unterzeichnet.

Bis Mahmoud wieder in der ihm verhassten Heimat ist, dürften aber zumindest einige Wochen vergehen. Nach seiner Rückkehr könnten dann offiziell Ermittlungen für ein Strafverfahren gegen den gebürtigen Wiener aufgenommen werden.

Mahmoud war am Dienstag in der Provinz Hatay an der türkisch-syrischen Grenze festgenommen worden. Der 28-Jährige hatte einen gefälschten libyschen Reisepass  bei sich - ein begehrtes Dokument unter Islamisten, die sich den Gotteskriegern im Bürgerkriegsland Syrien anschließen wollen. Erst am Wochenende war ein Drohvideo Mahmouds aufgetaucht, indem er vor laufender Kamera seinen österreichischen Reisepass anzündete. Österreichischer Staatsbürger bleibt er übrigens trotzdem.

"Öffentliche Sicherheit" gefährdet

Der 29-Jährige war bereits im Februar 2009 wegen Drohvideos verurteilt worden. Nach Absitzen der Haftstrafe wanderte er nach Deutschland aus. Mahmoud wurde allerdings des Landes verwiesen, weil er "mit erheblicher Intensität zu Gewalttaten" aufgerufen und die "öffentliche Sicherheit und Ordnung in Deutschland" gefährdet habe. Einer Abschiebung nach Österreich kam Mahmoud zuvor. Er setzte sich nach Kairo ab. Medienberichten zufolge soll sich nun auch Deutschland um eine Auslieferung Mahmouds bemühen. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es allerdings nicht.

(Red.)