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Slowenien: OECD schlägt wegen Bankenkrise Alarm

People hold up a Slovenian flag during a pro-government rally in Ljubljana
REUTERS
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Slowenien sei dem Risiko einer langen Wachstumsschwäche und eines begrenzten Zugangs zu den Finanzmärkten ausgesetzt, warnt die OECD.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) schlägt Alarm wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise in Slowenien: Das Land müsse dringend die Krise in seinem Bankensektor regeln und neue Reformen zur Stabilisierung seiner angeschlagenen Wirtschaft umsetzen, forderte die OECD in einem heute, Dienstag, veröffentlichten Länderbericht. "Die dringlichste Priorität ist, dem Bankensektor wieder auf die Beine zu helfen", hob die OECD hervor. Slowenien sei dem Risiko einer langen Wachstumsschwäche und eines begrenzten Zugangs zu den Finanzmärkten ausgesetzt. Daher seien "zusätzliche und radikale Maßnahmen sobald wie möglich nötig".

Slowenien gilt als möglicher Kandidat für einen Antrag auf Hilfe aus dem Euro-Rettungsfonds. Das größte Problem ist neben der Wirtschaftsrezession der Bankensektor, der durch faule Kredite in Schwierigkeiten geraten ist.

Der Ratingagentur Fitch zufolge benötigen allein die drei größten Finanzhäuser heuer rund zwei Milliarden Euro frisches Kapital. Zwar leitete das Land bereits Reformschritte ein, doch die sind laut OECD nicht nachhaltig genug. So begrüßte die OECD zwar die Schaffung einer "Bad Bank", in die faule Papiere ausgelagert werden, bemängelte aber fehlende Transparenz bei dem Prozess.

Privatisierung der staatlichen Banken gefordert

Die OECD empfahl darüber hinaus die Privatisierung der staatlichen Banken. Denn die drei größten Banken des Landes sind überwiegend in Staatsbesitz. Die Organisation erwartet für 2013 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung in Slowenien um 2,1 Prozent, nächstes Jahr soll es dann ein Wachstum von 1,1 Prozent geben. Die neue slowenische Regierungschefin Alenka Bratusek kommt am Dienstag nach Brüssel, um sich mit den EU-Spitzen zu beraten.

(APA/AFP)