Im Keller: Weingut Herist

Herist spezialisiert sich auf eine Sorte, die nicht gerade als Spezialität verschrien ist: Welschriesling.

„Den hat es schon immer bei uns gegeben“, sagt Dieter Herist. Mit „den“ meint er den Welschriesling. „Bei uns“ ist in Rechnitz im Südburgenland. In der Gegend dreht sich weinmäßig zwar alles um den Blaufränkischen, aber „wir sind ein Weißweinbetrieb“, sagt Herist. Ein kleiner, ein noch unbekannter, aber ein sehr spannender. Denn Herist spezialisiert sich auf eine Sorte, die nicht gerade als Spezialität verschrien ist: Welschriesling. Geht normalerweise als „Steirischer Jungwein“ über die Budel.

Aber Herist zeigt, dass dieser Welschriesling hervorragend reift und ein spannender, vollwertiger Speisenbegleiter ist. Auf den sehr eisenhaltigen Urgesteins- und Schieferböden wird daraus bei adäquater Pflege und limitierter Auflage ein superspannender Wein. Vor allem der Welschriesling Wohlauf 2011. Riecht wunderbar nach Birne, Honig und trinkt sich entzückend frisch, jedoch keinesfalls grasig oder unreif. Während andernorts der 2012er schon längst leergetrunken ist, hat ihn Herist noch nicht einmal abgefüllt.  Er kann es sich leisten. Denn reich wird er bei 6,50 Euro für so einen anspruchsvollen Wein ohnhin nie.

Weingut Herist, www.herist.at Welschriesling Wohlauf 2011 kostet 6,50 Euro ab Hof.

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.