ORF plant trimedialen Newsroom

plant trimedialen Newsroom
Der neue ORF-Newsroom anno 2002. Kommt mehr als zehn Jahr danach ein trimedialer Newsroom?(c) Die PResse (Clemens Fabry)

Ein zentraler Newsroom soll künftig Journalisten aller ORF-Medien beherbergen. Der Betriebsrat vermutet hinter den Maßnahmen ein Personalsparpaket.

ORF-Führung und -Projektmanager sind derzeit auf einer "Road-Show" durch ihre Häuser unterwegs und informieren über ihre Pläne: Neben dem aktuellen Stand bezüglich des ORF-Standorts wird ein trimedialer Newsroom beworben. Dieser soll künftig Journalisten aller ORF-Medien beherbergen, die für Radio, TV und den Online-Auftritt produzieren. ORF-Zentralbetriebsratsobmann Gerhard Moser hält die Pläne über einen Newsroom "entgegen aller offiziösen Äußerungen" für ein verstecktes Personalsparpaket.

Bei einer Infoveranstaltung im ORF-Funkhaus sei das Konzept der Trimedialität "massiv hinterfragt" worden, sagte Moser der APA. Das Konzept sei in der gesamten ORF-Belegschaft höchst umstritten und nach allen internationalen Erfahrungen führe es zu nichts außer Arbeitsplätzen auf engstem Raum.

Bleiben ORF-Marken auf der Strecke?

Moser glaubt, dass auch Senderidentitäten und ORF-Marken wie Ö1 oder FM4 auf der "Einsparungsstrecke" bleiben könnten. Das sei den "Road-Show-Managern" scheinbar nicht bewusst, monierte der ORF-Zentralbetriebsratsobmann.

Newsroom-Projektverantwortlicher Stefan Ströbitzer wies die Kritik unterdessen zurück. Beim Konzept des multimedialen Newsrooms gehe es keinesfalls um ein Sparprogramm. "Wenn sich Synergieeffekte ergeben, wollen wir die aber nutzen, um uns besser neuen Aufgaben stellen zu können, denn unser Informations-Output ist in den vergangenen Jahren gestiegen und wird weiter steigen", so Ströbitzer.