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Van Staa rief an: Aufträge für Hirschmann

Tirols Landeshauptmann wollte Tiwag-Aufträge für Hirschmann beschaffen - auf Intervention von Waltraud Klasnic.

GRAZ (sitt). Der Tiroler Landeshauptmann Herwig van Staa ist einer jener ÖVP-Politiker, die sich im Vorjahr bemüht haben, Berater-Aufträge für Gerhard Hirschmann an Land zu ziehen. Er selbst sei "von Waltraud Klasnic angerufen worden", erinnert sich van Staa. Klasnic habe gefragt, ob man für Hirschmann "etwas organisieren" könne. Daraufhin habe er den Chef des Tiroler Energiekonzerns Tiwag, Bruno Wallnöfer (nicht verwandt mit dem gleichnamigen Ex-Landeschef), ersucht, Hirschmann bei der nächsten Werbekampagne als Auftragnehmer zu berücksichtigen. Als Hirschmann bekannt gab, bei der Landtagswahl anzutreten, habe er, van Staa, "das sofort gestoppt". Denn wer gegen Klasnic antrete, bekomme von ihm "keinen Cent", so der Tiroler.

Klasnic bestätigt auf "Presse"-Anfrage, dass sie für Hirschmann interveniert hat. "Ich habe nicht nur van Staa, sondern zwölf oder 15 Leute gefragt, ob sie Aufträge für ihn haben." Dabei habe es sich um "Politiker und große Unternehmen" gehandelt - mit dabei waren etwa OÖ-Landeshauptmann Josef Pühringer und VP-Politiker aus Bundesregierung und Parlamentsklub. Auch das schon bekannte Gespräch mit Magna-Chef Frank Stronach sei "in diesem Licht zu sehen". Die Gesprächspartner hätten stets zugesagt, "dass sie mit Hirschmann reden werden", so Klasnic.

Die Landeshauptfrau betont aber, dass sich dies alles schon "in den ersten Monaten des Jahres 2004" abgespielt habe und mit der Landtagswahl nicht in Zusammenhang stehe. "Damals war von einer Kandidatur keine Rede. Ich habe mir nichts vorzuwerfen", so Klasnic.