GELDLEXIKON
Anleihe
Forderungspapier, das etwa von einem Staat oder Unternehmen begeben wird. Wer eine Anleihe zeichnet, borgt einem Schuldner Geld, erhält laufend Zinsen und im Normalfall am Ende der () Laufzeit sein Geld zurück.
Coupon, Kupon
Papier, das zum Bezug von Zinsen berechtigt (Zinsschein). Auch Synonym für „Nominalzins“: Dabei handelt es sich um die Höhe der Zinsen in Relation zum Nominalwert (Nennwert) der Anleihe. Um herauszufinden, wie hoch der tatsächliche Ertrag (Rendite) ist, muss man den Nominalzins in Relation zum tatsächlichen Preis der Anleihe setzen, der oft vom Nennwert abweicht.
Laufzeit
Zeit bis zur Rückzahlung der Anleihe. In Niedrigzinsphasen gibt es für längere Laufzeiten bei gleicher Bonität meist deutlich höhere Zinsen als für kurze Laufzeiten. In Hochzinsphasen ist der Unterschied geringer oder das Verhältnis dreht sich um.
Staatsanleihe
Wird von einem Staat begeben.
Unternehmensanleihe
Wird von einem Unternehmen begeben. Dabei unterscheidet man zwischen Anleihen mit guter (Investmentgrade) und schlechter Bonität (High-Yield). Letztere werfen oft höhere Zinsen ab.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.04.2013)