Kredite

GELDLEXIKON

Hypothekarkredit

Kredit, der durch die Eintragung einer Hypothek im Grundbuch besichert wird und meist der Immobilienfinanzierung dient. Hypothekarkredite erhält man in der Regel zu besseren Konditionen als Konsumkredite, da die Bank im Fall der Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers die Immobilie verwerten kann.

Kreditwürdigkeit, Bonität

Zahlungsfähigkeit des Schuldners. Je höher die Bank diese einschätzt, desto bessere Kreditkonditionen gibt es im Regelfall.

Personalkredit

Kredit, bei dem es keine Besicherung gibt und der nur aufgrund der Bonität des Schuldners vergeben wird. Die Zinsen sind meist höher als bei Hypothekarkrediten.

Verzinsung, fix

Die Höhe der Kreditzinsen wird für die gesamte Kreditlaufzeit oder einen bestimmten Zeitraum fix vereinbart. Steigen dann die Marktzinsen, führt das nicht zu einer Erhöhung der Kreditrate. In Niedrigzinsphasen sind fixe Zinsen meist höher als variable.

Verzinsung, variabel

Die Höhe der Kreditzinsen setzt sich zusammen aus einem Referenzzinssatz (etwa dem Euribor) und einem fixen Aufschlag. Steigt der Referenzzinssatz, steigt auch die monatliche Rate. Bei Abstattungskrediten (das sind solche, bei denen die Rückzahlung in gleich bleibenden Raten erfolgt) wirkt eine Zinserhöhung gegen Ende der Laufzeit weniger schwer als am Anfang. Denn gegen Ende der Laufzeit hin ist der Zinsanteil gering und der Tilgungsanteil größer.

Zinscap

Wertpapier, dessen Inhaber eine Zahlung erhält, wenn ein Referenzzinssatz über einen bestimmten Wert steigt. Mit Zinscaps kann man seinen Kredit gegen steigende Zinsen absichern. Nachteil ist, dass sie Geld kosten und sich nur bei einem starken Zinsanstieg rechnen. Das Gegenteil ist der „Zinsfloor“: Dabei erhält man Geld, wenn die Zinsen unter einen bestimmten Wert fallen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.04.2013)

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