Gold

GELDLEXIKON

Edelmetall

Metall, das besonders korrosionsbeständig ist. Vier Edelmetalle, nämlich Gold, Silber, Platin und Palladium, werden in Barren- und Münzenform gehandelt und sind damit grundsätzlich auch in () physischer Form zur Geldanlage geeignet. Umsatzsteuerfrei ist aber nur der Goldhandel.

Feinunze

Eine Feinunze entspricht 31,1034768 Gramm. Wenn vom „Goldpreis“ die Rede ist, so ist zumeist der Preis pro Feinunze in US-Dollar gemeint.

Goldaktie

Anteil an einem Goldminenunternehmen. Wer solche erwirbt, profitiert nur indirekt von einem steigenden Goldpreis. In den vergangenen Jahren blieben die Kurse der Goldminenaktien hinter dem Goldpreis zurück, da die Firmen mit hohen Energie- und Förderkosten und politischen Schwierigkeiten (etwa Streiks) zu kämpfen hatten.

Gold-ETF

An der Börse gehandelter Investmentfonds („Exchange Traded Fund“). Einige von ihnen sind physisch mit Gold unterlegt. Andere handeln mit Gold-Futures (Lieferverträgen) und versuchen so, von einem steigenden oder fallenden Goldpreis zu profitieren. Schließlich gibt es auch Goldaktienfonds, die Aktien von Minenfirmen enthalten.

Goldstandard

Währungssystem, bei dem die Geldmenge mit Goldbeständen unterlegt ist. Im Bretton-Woods-Abkommen, 1944, verpflichtete sich etwa die US-Notenbank, Dollar-Reserven der anderen teilnehmenden Notenbanken jederzeit in Gold einzutauschen– der Preis wurde damals mit 35 Dollar je Feinunze festgelegt. Auch wurden fixe Wechselkurse der übrigen Währungen zum Dollar vereinbart. 1971 beendeten die USA das System.

Industriemetall

Metall, dessen Preisentwicklung primär von seinem Einsatz in der Industrie abhängt. Industriemetalle sind etwa Aluminium, Kupfer oder Zink. Auch Edelmetalle wie Silber, Platin und Palladium finden starken Einsatz in der Industrie. Bei Gold überwiegt die Bedeutung für die Schmuckbranche und die Geldanlage.

Papiergold

So werden (oft abschätzig) Goldanlagen in Wertpapierform bezeichnet. Solche sind etwa Fonds oder Zertifikate. Letztere beinhalten ein Emittentenrisiko: Bei ihnen handelt es sich nämlich um Schuldverschreibungen von Banken. Geht die Bank pleite, verliert man, auch wenn der Goldpreis steigt.

Physisches Gold

Gold, das man anfassen kann. Also Münzen und Barren im Gegensatz zu Wertpapieren, die manchmal mit Gold unterlegt sind, manchmal auch nicht.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.05.2013)

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